Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 60 (1916)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Zunz im Verkehr mit Behörden und Hochgestellten
- Date
- 1916-01-01
- Page
- Seite 257 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2829132-2829873-2829878-2893685--42238-2893713- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Zunz im Verkehr mit Behörden und Hochgestellten. 257!,attention d’une academie illustre, gagner la faveur des savants jnstes et profonds. II y aurait de la gloire pour ces Sciences et quelques rayons en reflechisseraient sur Fauteur. Daignez Mr. le President, d’agreeer les assurances du respect de votre humble serviteur Zunz. Da eine solche direkte Zusendung ihm nicht wirksam genug schien, wandte er sich an Meyerbeer, der damals in Paris lebte, am 1. März 1837, mit folgendem Brief: »Im Vertrauen auf den Vorschlag Ihres Herrn Bruders, daß Sie mein Gesuch nicht übel aufnehmen werden, bin ich so frei, Sie zu bitten, beifolgenden Brief nebst den drei Büchern gütigst dem President de!,academie des inscriptions zu überschicken. Sie würden mich sehr verbinden, wollten Sie einige empfehlende Zeilen hinzufügen, die für mich, den Unbekannten, gewiß von großem Wert sein würden.« Es scheint nicht, daß die Sendung an die Pariser Akademie, zu der das Schreiben an Meyerbeer hinzugefügt werden mußte, irgend welchen Erfolg hatte. Zunz erwähnt diesen Schritt in seinen »Vertrauten Briefen« in keiner Weise. V. Brief an de Wette. Unterdessen war ein Wendepunkt in Zunzens Leben eingetreten. Er hatte sich, da er stellen- und mittellos war, um das Amt eines Beglaubten in Berlin beworben; war aber nicht gewählt worden, wovon ein sehr merkwürdiger Brief an Jacobson Kunde gibt (v. 22. Mai 37), der nebst einer Darstellung der ganzen Angelegenheit in der Abhandlung von Maybaum »Aus dem Leben von Leopold Zunz« (Bericht über die Lehranstalt der Wissen- Schaft des Judentums in Berlin 1894, S. 59—61) abgedruckt worden ist. Eine Aufforderung aus Leipzig, an dem dortigen Tempelverein zu predigen, hatte Zunz in einem Briefe an Elkan in Weimar3 11. Mai 1838, abgelehnt, da er in Berlin dauernd bleiben wollte. Da kam die Begründung des Schullehrer- Monatsschrift, 60. Jahrgang17 .־