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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1916-01-01 · Heft 3 · p. Seite 237

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
60 (1916)
Issue
Heft 3
Article
[Rezension]
Date
1916-01-01
Page
Seite 237 (sequence 4)
Language
German
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Besprechungen und kurze Mitteilungen. ־237 16. bis ins 19. Jahrhundert. Ein Gesamturteil abzugeben, erübrigt sich nach dem bereits Gesagten: die methodische Durchführung der Arbeit steht aber, obwohl der Verfasser kein Fachhistoriker ist, auf gleicher Höhe mit dem stofflich Neuen, das geboten wird. Derartige Untersuchungen, die räumlich begrenzt einen bestimmten Zeitabschnitt der jüdischen Geschichte völlig klarzulegen versuchen, fördern am meisten unsere Kenntnis. Breslau, z. Zt. im Felde. Willy Cohn. Z&sckermandel, Dr. M. S.* Rabbiner, Gesammelte Aufsätze, erster Teil, zweite Hälfte. Zur Halachakriiik. Zugleich als dritter Band des Werkes: Toseita, Mischna und Boraitha in ihrem Verhältnis zu einander oder palästinische und babylonische Halacha. Ein Beitrag zur Kritik und Geschichte der Halacha, Lieferung 1 und 2, Frankfurt a. M. 1913—14, Kommissionsverlag von L Kauffmann, XXVIII und 256 SS. gr. 8. Vorliegende Arbeit besteht aus einer sehr ausführlichen Einleitung und mehreren Aufsätzen unter dem gemeinsamen Titel »Über Zweck und Absicht bei Übertretung religiöser und rechtlicher Verbote«. Letztere zerfallen in drei Hauptabschnitte a) מתבוין/• אינו מתכוין, mit und ohne Absicht (S. 1—59), b) •מלאכה שאינה צריכה לגופה; מקלקל בחבורה ובהבערה; דבר שאינו טתכוין (S. 59—251), c) Die Wandlung der Halacha (S. 251—56); Schluß folgt später). Aus dem Umstande, daß das Werk noch nicht vollständig gedruckt vorliegt, wie auch aus anderen Gründen kann hier nur die Einleitung und der erste Hauptabschnitt besprochen werden. Die Einleitung beginnt mit einem Zitat aus b. Erubin 54b, wonach jeder Israelit die mündliche Lehre viermal vortragen hörte, um den Leser darüber zu beruhigen, wenn er das vom Verfasser in den vorangegangenen Werken bereits behandelte Thema hier noch einmal behandelt sieht. Zuckermandel will damit zunächst sagen, daß man. auch sein »Thema« mehrmals lesen oder hören müsse, um es richtig, zu verstehen. Wir kennen bereits das Thema, ich habe es in einer Rezension seines Buches »Zur Tosefta und Anderes« ausführlich dargestellt1). Hier darf nur noch hinzugefügt werden, daß Z. zu dem 2) Vgl. MS. 1913, S. 376—81.

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