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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1916-01-01 · Heft 2 · p. 149

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
60 (1916)
Issue
Heft 2
Article
Zweiter Nachtrag zur Geschichte der karäischen Familie Feruz
Date
1916-01-01
Page
149 (sequence 1)
Language
German
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Zweiter Nachtrag zur karäischen Familie Feruz1)• I. Daniel b. Mose Feruz (31r. 23) hat, außer den von ihm aufgezählten 10 Pijutim, noch ein Gedicht, mit dem Akrostichon אני דניאל קראי, gegen Sabbatai Zebhi und Natan Gazzati gedichtet, das in ms. Br. Mus. or.2538, fol.85, enthalten ist. DiesesGedicht ist von besonderem Interesse, weil es meines Wissens die einzige Spur Sabbatais in der karäischen Literatur enthält, und weil Damaskus, der Wohnort Daniels, in der sabbatianischen Bewegung garnicht erwähnt wird. Ich gebe es daher in extenso nach einer mir vorliegenden Photographie. Die Überschrift des Gedichtes lautet:והלא ממא רתבה מרי ורבי דניאל הרופא נב״ע בכ״ר מ1 משה המלמד נ״ע פי ומאן אן טהרו אלאתנין אלרבאנין פי ומאנה ואדעו פי אלנבואה ואלטלכות הוי הרועים המתעים »Dies redigierte Daniel der Arzt, Sohn des Lehrers Mose, als zu seiner Zeit zwei Rabbaniten erschienen sind, welche die Prophetie und das Königtum für sich in An- Spruch nahmen. Wehe über die irreführenden Hirten.« Der Wortlaut des Gedichtes ist folgender: אשר עשו ישראל אחינו מהמס ומגלות ומנינו לראותם בבוא את משיחנו עדתינו מה נהיה בימינו הדבר אשר לא בא בדעתינו יומו לתעות סכלים2) ובם האמינו בכשוף קראו לו נביאנו במעשיהם אשר עשו וענו נפשוחם ולא בא עוד לסכלינו3) נס לכם עד יראו שבטינו אפתח פי לספר הדברים נשמיע להודיע כבודכם יקוו בכל שעה ורגע דעו אחי וראו נא קהלת 5 בזכור עוד למען תדעו וה יצאו שני אישים מקהל אחים אחד שמו נקרא חכם נתן לזאת שלח למדינות כתבים קראו צום והפסקות וענוי 10 ראשיכם4) תעשו להם פאות 1) S. Monatsschrift 1913! P■ 44—58• 620. Dort habe ich den Namen Firuz transskribiert, doch fand ich nachher, daß die modernen Karäer, sowohl in Rußland, als auch in der Türkei, ihren Namen Feruz schreiben. 2) ms. סכלם. 3) Nicht ganz verständlich. 4) ms. ראשכיס. Wieso die Haarlocken ein besonderes Zeichen der Gläubigen sein sollen, ist ebenfalls nicht recht verständlich.

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