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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1916-01-01 · Heft 2 · p. 135

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
60 (1916)
Issue
Heft 2
Article
Der Magen David oder Davidsschild
Date
1916-01-01
Page
135 (sequence 1)
Language
German
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Der ״Magen David“ oder Davidsschild. Von M. G&demann. Unter diesem Namen steht in jüdischen Kreisen die bekannte Figur des Pentagramms in Gebrauch, der schon im Altertum von den Pythagoräern eine geheimnisvolle Bedeutung beigelegt wurde. Ihre Verwendung im Judentum ist dagegen weder alt, noch autoritär. Lamperonti im פהד יצחק s. v. פטור בכוליה weiß nur, daß die Adepten der Kabbala zu geheimnisvollen Zwecken sich den »Magen David« tätowieren, und er ist der Meinung, daß dies Verfahren dem Verbote der Thora III, 21,5 widerstreite. Die bisherigen Versuche über den Ursprung und die Benennung dieses Zeichens, soweit sie mir bekannt sind, ergeben kein befriedigendes Resultat. Deshalb dürfte die nachfolgende Untersuchung nicht überflüssig sein. Es ist bekannt, daß auf dem Wege des Aberglaubens vi!el Jüdisches in nichtjüdischen Kreisen Aufnahme gefunden hat, daß aber auch das von Haus aus superstitionslose Judentum — obwohl die Klassiker es als superstitio judaica bezeichnen — die fremdartigsten Elemente in sich aufgenommen hat Auf dem Gebiete des Aberglaubens herrschte im Mittelalter der regste Tauschverkehr zwischen Juden und Nichtjuden. Ich habe bereits in meiner Geschichte U, 334 die Beschwörungsformel בשם שדי בעזרתי אק1ש פק1ש angeführt und darauf aufmerksam gemacht, daß die letzteren beiden Worte nichts anderes besagen und bedeuten als hocus pocus, eine Verstümmelung der in der katholischen Messe gebräuchlichen Worte hoc est corpus. Neuerdings hat Samuel Daiches in einer unter der Patronanz desjews* College in London veröffentlichten Schrift, der auch der »Magen David« vorgedruckt ist (Babylonian Oil Magic in the Talmud and

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