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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1915-01-01 · Heft 2 · p. 77

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
59 (1915)
Issue
Heft 2
Article
Neuaufgefundene römische Inschriften aus einer jüdischen Katakombe
Date
1915-01-01
Page
77 (sequence 1)
Language
German
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Heuaafgefimdene römische Inschriften ans einer jüdischen Katakombe. Von J. B. Münz. Dort, wo die Ausläufer des Monte Verde sich zur Via Portuensis senken, ungefähr 100 Meter von dem neuen Taubstummeninstitut in Rom, gegenüber der neuen »stazione di Trastevere«, war im Altertum ein jüdischer unterirdischer Friedhof. Schon Bosio hatte 1632 von ihm Kenntnis, einzelne Inschriften wurden aus dieser Katakombe nach Rom gebracht und dort im Kapitolinischen Museum auf bewahrt. Qenauerere Nachrichten über diese Gräberstätte und deren inschriftliches Material danken wir erst Nikolaus Müllers Schrift: »Die jüdische Katakombe am Monteverde zu Rom» (Leipzig 1912). Diese Gräberstätte war in »tufa granuläre« ausgehöhlt und übertraf an Reichtum der architektonischen Ausstattung bei weitem andere bekannte jüdische und christliche Katakomben. Die Inschriften wurden auf Veranlassung des genannten Gelehrten aus der Katakombe entfernt und im Lateranensischen Museum in Rom in der sogenannten »sala Giudaica« im ersten Stockwerke aufgestellt Über den Ursprungliehen Standort der Inschriften ist im Grunde wenig Tatsächliches zu bemerken. Müller berichtet, daß nur die auf den Verschlüssen der Nischengräber aufgemalten oder eingeritzten Inschriften an ihrem ursprünglichen Befestigungsorte angetroffen, dagegen die meisten in Stein gemeißelten^oder aufgemalten nicht mehr vorgefunden wurden. Die Katakombe befindet sich gegenwärtig im Zustande des Verfalles. Im August 1913 weilte Maximilian Riba, der Verfasser der eben erschienenen Studie: »Neuaufgefundene römische Inschriften aus einer jüdischen Katakombe an der Via Portuetisis bei Rom« (Wiener Neustadt 1914), dort und durchwanderte, da der Zutritt wegen der Einsturzgefahr nur unter sach-

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