Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 58 (1914)
- Issue
- Heft 4
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1914-01-01
- Page
- Seite 506 (sequence 2)
- Language
- German
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506 Besprechung. Land- und Forstwirtschaft Industrie u. Bergbau Handel u. Verkehr Zusammen 1. Hauptberuflich Selbständige 1895 7 4728 8869 13.604 1907 9 5814 7877 13.800 2. Hauptberuflich beschäftigte Angestellte 1895 3 2027 3271 5301 1907 5 4190 4570 8765 3. Hauptberuflich als Arbeiter oder mithelfende Angehörige 1895 | 9 4268 5465 9742 1907 15 6589 7189 13.793 4. Persönliche Dienste, Lobii‘ arbeit wechselnder Art 1895 209 1907 387 5. Öffentlicher Dienst, freie Berufe 1895 2763 1907 3519 6. Erwerbstätige im Hauptberufe 1895 31.619 1907 40.199 Wenn man diese Grundzahlen derBerufsstatistiken von 1895 und 1907 ins Auge faßt, kann man da berechtigter Weise von einem sozialen Aufschwung der Berliner Juden sprechen? Umgekehrt, während die jüdische Bevölkerung Berlins von rund 86 Tausend im Jahre 1895 auf annähernd 100 Tausend im Jahre 1907 stieg, ist die Zahl der Selbständigen nicht im gleichen Maße gewachsen, sondern hat sich absolut nur auf derselben Höhe gehalten, während abgesehen von der kleinen Gruppe der in freien Berufen Tätigen, der Intellektuellen, die zweifellos in der Gesellschaft Berlins eine große Rolle spielen, ein Anwachsen sich nur in den Gruppen der Angestellten und Arbeiter als Ausfluß der zunehmenden jüdischen Bevölkerung Berlins vollzogen hat. Die Angestellten haben nicht weniger als um 60 Prozent und die Arbeiter um über 40 Prozent zugenommen, während der Zuwachs der ganzen jüdischen Bevölkerung Berlins nur etwas über 10 Prozent betrug. Angesichts dieser Tatsachen könnte man nicht eher von einer Proletarisierung der jüdischen Bevölkerung Berlins, als von ihrem sozialen Aufstieg sprechen? Bedeutet es weiter