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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1914-01-01 · Heft 4 · p. 483

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
58 (1914)
Issue
Heft 4
Article
Die Darstellung der Juden im deutschen Roman des zwanzigsten Jahrhunderts
Date
1914-01-01
Page
483 (sequence 1)
Language
German
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Me Darstellung der Juden im deutschen Roman des zwanzigsten Jahrhunderts. Von Josef Bass. (Fortsetzung.) Die Darstellung der Jaden bei Otto Hauser. Ein Judenroman und doch keiner, wenigstens nicht in dem landläufigen Sinn, d. h. einer, der die Juden der Gegenwart behandelt und ihr Verhältnis zu ihren Christ- Ischen Mitbürgern im Guten und Bösen, ist Spinoza, Roman von Otto Hauser, Stuttgart, Ad. Bonz u. Co., 1907, 392 S. Er behandelt das Leben des großen Philosophen und hat den Zweck seinen Werdegang geschichtlich und psychologisch zu entwickeln. Eine Beurteilung, inwiefern das gelungen ist, liegt nicht im Rahmen meiner Aufgabe, daher ziehe ich auch keinen Vergleich mit Berthold Auerbach und Kolbenheyer, dessen Amor Dei gleichfalls Spinoza zum Gegenstand hat. Ich gestehe übrigens, dieses Letzteren Buch, das sonst überschwänglich gelobt worden ist, bald zur Seite gelegt zu haben, da der Verfasser von den sechs Zeiten des deutschen Verbums fünf nicht kennt und für eine geschichtliche Erzählung nur die Gegenwart verwendet, also wohl nur für das weibliche Geschlecht bestimmt sein dürfte. Den Inhalt wiederzugeben kann ich mir erlassen; es handelt sich bloß darum, zu zeigen, wie sich bei Hauser Juden und Judentum spiegeln. Ich kann mich auf Einzelheiten beschränken, auch bei der Anführung einiger Fehler; der Christ Hauser ist jedesfalls unparteiischer und kennt die jüdischen Sitten und Gebräuche meist besser als z. B. der Jude Wassermann.

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