Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 58 (1914)
- Issue
- Heft 3
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1914-01-01
- Page
- Seite 381 (sequence 4)
- Language
- German
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Besprechungen. 381 sind es, die der Verfasser im Titel als »Maqamat« bezeichnet, und deren Wesen er im zweiten Abschnitt durch Beispiele zu erklären sucht. Er sagt über den Begriff: »Im musikalischen Sinne wird maqam für »Ton« gebraucht... Im weiteren Sinne bedeutet Maqam in der Musik soviel wie Musikweise, d. h. eine Musikart, die sich ihr eigentümlicher Tonstufen und Motivgruppen bedient.« Und zwar ist der Maqam — hier liegt der fundamentale Unterschied von unserer wesentlich harmonisch aufgebauten Musik! — »eine Gruppe von bestimmten Merkmalen, welche dem Naturmusiker hauptsächlich durch die Melodiegestaltung beim Hören auffällt. Solche Merkmale, die dem gebildeten, sozusagen Notenmusiker ganz gleichgiltig scheinen, sind dem Gehörmusiker sehr wichtig; ja, der Naturmusiker hört ganz anders als der Kunstmusiker« ... Gegensätze elementarsten Charakters bestehen hier: Melodie und Harmonie, horizontales und vertikales Hören, Natur und Kunst. Sollte sich die Kluft überbrücken lassen, dann eröffnen sich unübersehbare Möglichkeiten. Ob sie sich überbrücken läßt, wird die Znkunft lehren. Jedenfalls schulden wir schon heute Idelsohn großen Dank. Breslau. Arthur Wolfgang.