Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 58 (1914)
- Issue
- Heft 3
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1914-01-01
- Page
- 378 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2829132-2829859-2829863-2892950--41341-2893085- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Besprechungen. A. Z< IdeUehn, Jerusalem: Die Maqamen der arabischen Musik. Sonderdruck aus »Sammelbände der Internationalen Musikgesellschaft«, Jahrgang XV, Heft 1. *Trotz der Bemühungen mehrerer Musikforscher seit Viiloteau, die arabische Musik dem europäischen Verständnis näher zu bringen, blieb sie doch dem Europäer ein Rätsel. Zwar sind die gründlichen Arbeiten von M. Meschaqa, Collangettes und v. Hornbostel an sich lobenswert, zum Verständnis des musikalischen Wertes des arabischen Gesanges haben sie jedoch nur wenig beigetragen und den Schlüssel zum Labyrinth der Vierteltöne und Maqamat haben sie gar nicht gegeben. Die Sammler arabischer Melodien wiederum haben den Fehler begangen, die Intervalle, Tonarten und Taktarten nach denen der europäischen Musik zu gestalten, wodurch ihre ganze Eigenart gestört worden ist. Der Hauptfehler aber besteht in dem bloßen *Notieren“. Dieses hastige Notieren beim erstmaligen oder sogar beim wiederholten Abhören, ohne die betreffende Melodie erst selbst zu erlernen, ihre Tonart und Taktart zu erkennen und womöglich ein arabisches Instrument selbst zu beherrschen und im Orchester mitzuwirken, ist ein völlig zweckloses Bemühen, das nur mehr zur Verwirrung beiträgt. Die vorliegende Arbeit sucht den angeführten Bedingungen zu entsprechen. Sie bietet die Ergebnisse meiner Erfahnungen während mehrjähriger Beschäftigung mit orientalischer Musik. Die hier gebotenen Melodienbeispiele habe ich wiederholt im Verein mit arabischen Musikern auf dem »*Ud« gespielt und mit Sängern im Chor gesungen. Ich darf deshalb hoffen, damit ein korrektes Bild der arabischen Musik zu geben.« Diese Sätze aus der Einleitung zu der Idelsohnschen Arbeit sind deswegen hier an die Spitze gestellt, weil der Verfasser darin selbst sein Ziel, seine Arbeitsweise und die Schwierigkeiten, die zu überwinden sind, klar und deutlich feststellt. Das Besondere an dem äußerlich so unscheinbaren Heft ist, daß hier ganz fremdes Gebiet beschritten wird. Gewiß haben wir eine ganze Reihe von Werken über arabische Musik; doch diese behandeln deren Geschich t e