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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1914-01-01 · Heft 2 · p. Seite 193

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
58 (1914)
Issue
Heft 2
Article
Das Königlich Westphälische Konsistorium der Israeliten
Date
1914-01-01
Page
Seite 193 (sequence 16)
Language
German
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IRI
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Das Königlich Westphälische Konsistorium der Israeliten. 193 einzigen uns erhaltenen Lektionsplan, dem für das Winterhalbjahr 1813/14, erteilte er drei Stunden wöchentlich, nämlieh zwei Stunden Religion und Moral, sowie eine Stunde Volksnaturlehre und Briefstilübungen in der kombinierten Ober- und Mittelklasse1 2). Er gehörte zu den rührigsten Mitgliedern des Konsistoriums und entfaltete eine rege Tätigkeit auf dem Gebiete der Neuorganisation des Schulwesens im Königreiche®). Auch als Schriftsteller war er sehr fruchtbar. In die Zeit des Bestehens des Konsistoriums fallen die Schriften שירי תהלות »Hebräische Gesänge für die israelitische Jugend«, 1810, die in erweiterter Auflage unter dem Titel »Religiöse Gesänge für Israeliten, insbesondere für das weibliche Geschlecht und die Jugend«, Cassel 1816, erschienen; »Religionsbekenntnis für Israeliten in Fragen und Antworten. Zum Gebrauche derer, welche die Konfirmation verrichten«, Cassel 1812; ferner die »Rede bei der Einweihung des Jakobstempels zu Seesen, den 17. Juli 1810« (auch französisch erschienen in dem »D6dicace du temple de Jacob ä Seesen. A Brunswick. Imprim6 chez Fredäric Vieweg«); תורת אמונת בית ישראל »Kurzer Katechismus der jüdischen Religion in Fragen und Antworten«, Rödelheim 1812. Der eigentliche Verfasser dieser Gesänge, wenigstens der meisten3 * * * * 8), scheint indesen der geistvolle hebräische Dichter Aron Rosenbach*) gewesen zu sein. Nach dem Zusammen- J) Archiv der Jacobsonschule a. a. O. 2) 1812 beabsichtigte H. eine Reise nach Frankreich, für die er Urlaub erbat (Geh. St. A. Berlin a, a. O. Nr. 7). Nach Jost’s »Geschichte des Judentums und seiner Sekten« III, 338, soll ein Casseler Konsistorialrat einen jungen Studierenden 1812 mit seiner Bitte um Unterstützung schroff abgewiesen haben. Der Konsistoria!״ rat, dessen Verfahren der abwesend gewesene Jacobson dann durch seine gewohnte Freigebigkeit wieder gut machte, war nach dem Zusammenhang kein anderer als Heinemann, der abgewiesene Jüngling vielleicht Jost selbst. 8) Über Rosenbach oben. S. 184 und weiter unten. Zu Rosen- Monatsschrift 58. Jahrgang. 13

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