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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1914-01-01 · Heft 2 · p. Seite 191

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
58 (1914)
Issue
Heft 2
Article
Das Königlich Westphälische Konsistorium der Israeliten
Date
1914-01-01
Page
Seite 191 (sequence 14)
Language
German
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Das Königlich Westphälische Konsistorium der Israeliten. 191 Vater gewidmet und strömt die ganze Verehrung des Sohnes in glutvollen Versen aus1). David Fränkel aber, sein Kollege im Konsistorium und Herausgeber der Sulamith, widmete Kalkar und den übrigen geistlichen Räten folgenden ergreifenden Nachruf: »Unvergeßlich seid ihr uns, ihr frommen, seltenen Rabbinen des Konsistoriums, die ihr diese unvollkommene Welt, in welcher Verkennung und Anfeindung oft das Los der Besseren sind und wo man das Glänzende so gern zu schwärzen sucht, nach und nach verlassen habt, und die ihr nun in Edens seligen Gefilden ruht. Gesegnet sei euer Andenken immerdar«2). Jeremias Heinemann. Heinemann war am 20. Juli 1778 zu Sandersleben geboren. Sein Vater, Meister Joachim Heinemann3), geboren am 25, Elul 5507, gestorben am 19. Elul 5585, More Zedek in dem anhaltschen Städtchen Sandersleben, galt als rabbinische Celebrität4). Vermutlich legte er schon im Elternhause »den Grund zu einigem Wissen im Deutsehen, denn so streng orthodox auch Rabbi Meister war, so hielt er es doch nicht für eine Sünde, deutsche Bücher נטעי שעשועים (ג Kopenhagen 1834 S. 4. In »Jedidja« 1817 I. S. 57 ff. ist eine hebräische Übersetzung eines deutschen Liedes, die von Konsistorialrat Kalkar stammt, abgedruckt. 2) Sulamith Jahrgang VII. Band II. S. 432. Nathan Kalkar erwähnt eine rührende Episode aus dem Leben seines Vaters, wie derselbe während der Belagerung seines Aufenthaltsortes, als inmitten des Kanonendonners seine ganze Umgebung völlig fassungslos war, mit den Kindern gemeinsam die Psalmen betete. Vgl. S. 188 oben. 3) So gibt der Sohn selbst den Namen seines Vaters an. Siehe »Allgem. Archiv des Judentums« II. Band, Berlin 1842. Auf dem Titelblatt der Pentateuchausgabe bezeichnet Jeremias Heinemann sich als Sohn des כמד,ורד מיינשטד. Irrtümlich faßt Horwitz a. a. O. S. 23 Anmerk. 6 den Namen auf (»wo ihr Vater Rabbiner-Meister war«). Siehe auch unten. Man nannte ihn gewöhnlich kurz R. Meister {Philippson »biographische Skizzen« Band I S. 17). 4) Ph. Philippson a. a. O. S. 135.

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