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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1913-01-01 · Heft 6 · p. Seite 751

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
57 (1913)
Issue
Heft 6
Article
[Rezension]
Date
1913-01-01
Page
Seite 751 (sequence 2)
Language
German
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Besprechungen. 751 S. 35 62״, ü*»er den Symbol begriff S. 63 — 182;, die Symbolerscheinung S. 1^3-204, die Rechtssymbolik S. 207—268, die manches Interessante enthält, die Religion — ein Symbolgebilde (AT u, NT) S. 269 330, wohl die schwächste Partie, das Symbol in der Kunst, vor allem in der Baukunst S. 331—412, in d^r Sprache S. 413—432 und zum Schluß Symbolik im Menschenleben (treffender wäre der Titel: Symbolik des menschlichen Körpers und seiner Funktionen) S. 433—454. Ins Detail eingehend, verstehe ich nicht recht, was der Verfasser auf S. 22tf gemeint hat: »Wenden wir uns nunmehr zum Rechte Israels, so scheint vor allem die so häufig in Aussicht gestellte Belohnung für den Gehorsam gegen das Gesetz auf eine sehr alte Urzeit hinzuweisen; oder beruht sie auf der Vorstellung der Gotteskindschaft, also auf einem sehr gesteigerten religiösen Empfinden?< Was hat denn die Gotteskmdschaft mit Lohn und Strafe zu tun? Sprachl ch fällt nebenbei die sehr »alte Urzeit« auf, eine Urzeit ist immer alt, es gibt keine junge, sehr alte Zeit hätte auch genügt. Auf derselben Seite lesen wir: ־Der Bund Gottes mit Abraham ist die Grundlage für das gesamte!üdische Rechtsleben; als symboliscnes Bundeszeichen befiehlt Gott dem Erzvater Tiere zu zerschneiden und die Stücke zu verteilen. Das Schlachten von Opfertieren und das Durchgehen zwischen den zerschnittenen Stücken ist eben die alte bekräftigende Form der Verbündung.« Mit diesem »eben« gleitet der Veifasser über das Problem hinweg. Woher weiß er denn, daß das Durchgehen zwischen den Stücken die alte bekräftigende Form des Bundes ist? Was symbolisiert das Zerschneiden des Opfers in Stücke? Die Antwort gibt Jer. 34,18: Wer den Bund bricht, werde in Stücke gehauen wie das Opfertier und den Raubvögeln zum Fraß hingeworfen. Auch über die Bedeutung des Gottesurteils bei dem des Ehe« bruchs verdächtigen Weibe mit seinen großen bisher ungelösten Schwierigkeiten geht der Verfasser auf S. 224 leicht hinweg. Und doch hätte er, wenigstens zu einem Punkte, dem Trinken des Fluches im Wasser, eine wertvolle Parallele anfülbren können, die er selbst in anderem Zusammenhänge im Kapitel »der Eid« S. 264 bringt: »Nach altjapanischer Sitte schrieb man den Eid auf Papier, verbrannte es und verschluckte die Asche, die, wenn das Gelöbnis nicht gewissenhaft erfüllt wurde, vermeintlich als Gift wirkte.« Auch die symbolische Handlung der Ohrdurchbohrung, die den Sklaven trifft, der im siebenten Jahre die Freiheit nicht annehmen will, hat Schlesinger nicht richtig erfaßt. Er schreibt S. 224: »Das durchlochte Ohr brandmarkt den Menschen, dem nach göttlichem

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