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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1913-01-01 · Heft 6 · p. 750

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
57 (1913)
Issue
Heft 6
Article
[Rezension]
Date
1913-01-01
Page
750 (sequence 1)
Language
German
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Besprechungen. Schlesinger Max, Geschichte des Symbols. Elf! Versuch. Berlin, Leonhard Simion NF. 1912, 474 S. Ein reichhaltiges Werk, jedenfalls ein brauchbarer Baustein, wenn auch das allzu hoch gesteck’e Ziel »die Scheidung alles Erlebens in Trug und Wirklichkeit, in Sein und Sciein« (S. 1.) nicht erreicht werden konnte. Schlesinger hat »der philosophischen Behandlung die geschichtliche Darstellung vorgezogen, insbesondere um die Un« ruhe zu vermeiden, zu der das häufige und verwirrende Beibringen von Material und Beispielen aus allen Erscheinungsformen, Zeiten und Ländern führen würde.« Dagegen ist nichts einzuwenden, wohl aber gegen die Art seiner historischen DaiStellung, die sich häufig im. Aufzählen und Aneiaanderreihen der verschiedenen Auffassungen erschöpft, statt sie auf ihren Wert zu prüfen und vor allem von einem festen eigenen Standpunkt aus die Entwicklung zu fixieren. Dieses Zentrum hätte vielleicht in der modernen Zürcherischen Schule gefunden werden können, in den Arbeiten S. Freuds und seiner Anhänger, die, von manchen Übertreibungen und Auswüchsen abgesehen, eine neue Methode zur Deutung und Verwertung der Symbole des Traum« lebens, der pathologischen Phantasietätigkeit und der Mythen und Märchen angebahnt haben. Staunenswert ist die Jahrhunderte und Länder umfassende Belesenheit des Autors, der auch in übersichtlicher Darstellung, welcher hie und da nur eine straffere Zusammenfassung zu wünschen wäre, das weitschichtige Material vor uns aufbaut. Er beginnt mit der Wortgeschichte des Symbols, auf die das Wort Mauthners paßt: »Man wird sich daran gewöhnen müssen, in jeder Wortgeschichte eine Monographie zur Kulturgeschichte der Menschheit zu erblicken.« Verfasser findet den Ursprung des Symools in den Erkennungszeichen ßoXoe), Holzplättchen oder Ringen, die, von Wirt und Gastfreund in gricenischer Vorzeit vor der Trennung in zwei Teile zerbrochen, d^rch späteres Zusammenlegen beider Hälften ein untrügliches Mittel zur Wiederanknüpfung von Freundschaftsbeziehungen gäben. Es folgen dann Ausführungen über die naturgeschichtlichen Grundlagen des symbolischen Vorkommens (ein schrecklicher Ausdruck!)

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