Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 57 (1913)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Die neuhebräische Aufklärungsliteratur in Galizien
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 743 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2829132-2829851-2829858-2892655--40904-2892771- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Die neuhebräische Aufklärungsliteratur in Galizien. 743 ,עורי דורי לב: עזי עז׳ צ^ירת תיןאךה! 11 בך <ןךאדי קך!ת עז! יד לתת בחו־עזך א1ר׳ לתיועים ביבה.; 11 בך הימה "קן לה II עליון בחרה על כן.י£ךים II מ.ים חיים תלזקי פניך עזתילי דת II ותורה מצאה בית (S. 4^ יפארוך יפצחו ךנה״4 (תפש בניר וע־גב מאיר הלוי לעט;דיס, ווין התר״׳ה In dem Brody der ersten Hälfte des XIX. Jahrhunderts war die ganze jüdische, besitzende Klasse von der H<1skäla beeinflußt, sogar die Orth d^ xen waren davon angesteckt. Der bedeutende Brodyer Talmudgelehrte Salman Efraim Margulies war ein in europäischem Sinne hochgebildeter Mann, welcher den auf sein Hinscheiden gedichteten schwungvollen Hymnus Mardocha David Streiiskers wohl verdient hat1). Der Brodyer Rabbiner Krisnopoler war gegen 1840 einer der drei galizischen Rabbiner, die große talmudische Gelehrsamkeit mit gediegenem europäischem Wissen verbanden. Die Brodyer Haskala machte sogar unter den Nicht- Juden Propaganda. Im Jahre 1869 ging hier ein Enkel des Feldmarschalls Radetzky zum Judentums über, ein hochgebildeter Mann, der der französischen, italienischen und englischen Sprache mächtig war. Er nahm dabei Tracht und Lebensführung der frommen jüdischen Bevölkerung an2). Wie wir sehen, besaß Brody einen Grundstock autochthoner Maskilim, der alle Aufgaben der Haskala vollführte. Aber auch die aus der Fremde nach Brody eingewanderten Maskilim machten ihrer neuen Heimat alle Ehre. Der bedeutendste unter ihnen war wohl Dr. Joachim Friedländer, der direkt aus der Stadt der Measfim, aus Königsberg in Preußen, kam und in Brody durch ein halbes Jahrhundert eine reiche, humanitäre und wissenschaftliche Tätigkeit entfaltete. Dr. Joachim Friedländer, geb. 1768 in Königsberg, starb am 1. April 1845 in Brody, promovierte 1793 in Wien. Nach iänl) Vgl. Bikkure ha־Ittim 5530(1820) S. 124 ff, woselbst auch ein Verzeichnis von M’s Werken. ף Haschachar, I, 5629 (1869), II. Halbjahr, S. 7.