Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 57 (1913)
- Issue
- Heft 5
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 624 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 83% known words query
- IRI
…/2829132-2829851-2829857-2892506--40777-2892633- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
624 Besprechung. nicht mit Cohen auf a j j- §.ei Zurückzufuhren, sondern, wie Nöldeke gesehen hat (meine »Pronominalbildung« § 62, ß), mitPraefix 'a gebildet, wie das hebräische א־עה.— Relativ ist auch hier elli. — Von der Verbalflexion sei erwähnt, abgesehen von den charakteristischmaghribinischen Eigenheiten (s. oben), die Endung der 2. P. Plur. des Perfekts ü, (wie sehr seifen im Hebr. vor Suffixen העליתדנו ,צסתוני)♦ Im Imperfektum Plur. herrscht überall die Endung ü; das alte na in der 2. P» Sing und 2. und 3. P. Plur. des Indikativ's sind verschwunden. Die Charaktervokale von Perfekt und Imperfekt sind vielfach ausgeglichen, wobei das Imperfekt gesiegt hat; z. B. I. Conjug. 1. P. Sing, fcteb: ikteb; — 1L Conjug. keddeb: ikeddeb; — III. Conjug. jcäber, ikäber. Hierin und im Verlust des Hauch Vorschlags im Causativstamm (rset »schickte«, räd »wollte«) trifft unser Dialekt mit vielen neuarabischen zusammen. Jene Ausgleichung ist in den vermehrten Coujugationen im Hebr. und Aram. schon in alter Zeit vor sich gegangen, im Hebr. in den zweiten Silben (2. b. kitteb; jekatteb) im Aram. in beiden Silben. — Bei den Verbis mediae w findet im Perfekt die ä Aussprache statt, z. B. qäl »sagte«, kän »war« (wie im Dialekt von Dofär); die anderen Personen lauten wie kent, kentü.In die Verba ult. w et j sind auch diejenigen ult. א aufgegangen, wie im Aramäischen. Ein 11-Imperfekt in der I. Conjugation besteht nur noch bei hbä »kriechen«; sonst ist das I- und ä-Imperf. durchgedrungen.— Das Imperfekt der I. Con jugagation von ist wie jüsel, so auch in anderen neuen Dialekten, abweichend von der allen Sprache. Beim Nomen mußte mit der äußeren Plural-Endung in rein lautlich auch die des Duals znsammenfallen. Die Femin.-Enäung a bildet auch Collective, d. h. Plurale. Die alte Endung ät des Femininum Plsiralis wird u0 And. auch bei allen Diminutiven verwandt. — Von den vielen hebräischen Ausdrücken seien herausgehoben: תזכה לסצוות als Dank, als Antwort darauf תזכה לעשות; beim Niesen חיים.0וובים, als Antwort darauf יוסיפו לך שנות חיים; als Antwort auf die Begrüßung: b e r ä k h ä w e t o b ä, bei Erwähnung eines bösen Todten »i $ tu f a s a m o iü«, genauer jedenfalls: י^דפו עצג£תיו usw. In der Deutung desHebräischen fehlt es beim Verfasser nicht an Entgleisungen, so wenn er הודו לה׳ בי סוס von הוד »majeste« herleitet (397) oder wenn er die suffigierte Pluralform 1צמ1ת£ statt V£1 sein läßt (396). •״״־ Originaltexte, aus denen die über Trauer- und Hoch Zeitsgebräuche hervorgehoben seien, beschließen das Werk, welches mit großer Liebe zur Sache bearbeitet ist und eine schöne Ergänzung der magribhiischen Sprachdarstellungen bildet. Berlin. J. Barth.