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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1913-01-01 · Heft 5 · p. 623

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
57 (1913)
Issue
Heft 5
Article
[Rezension]
Date
1913-01-01
Page
623 (sequence 1)
Language
German
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IRI
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Besprechungen. Cohen, Marcel- Le parier Arabe des Juifs d’Alger. Paris 1912. H. Champion XVII + 559 S. 8®. Über die algierisch-arabischen Dialekte der muslimischen Be* völkerung liegen eine Reihe hervorragender Darstellungen vor, unter denen die von W. Mar$ais über den Dialekt von Tlemcen und namentlich die über den Dialekt von Saida an erster Stelle genannt zu werden verdienen. Nun werden diese durch das vorliegende umfangreiche Werk um eine Darstellung des Dialekts der Juden in Algier erweitert, bei weicher der Verfasser durch M. A. Meillet und Mar^ais gefördert worden ist, und deren Stoff er während seines fünfmonatlichen Aufenthaltes in Algier i.J. 1908 und 1909 gesammelt hat. Es ist wohl die erste Darstellung eines speziell jüdisch-arabischen Dialekts. Die charakteristisch*maghribinischen Eigenheiten des Neuarabischen finden sich auch hier wieder: das Praefix der 1. P. Sing. Iniperfecti n (zum Beispiel nekteb; übrigens wie zuweilen im galiläischen Aramäisch), die 1. P. Pluraläs Imperfecti lautet wie nektbu, nsorbu. Nach Cohen’s Ansicht hätte beim Singular die Schwäche des K in den neuen maghrib. Dialekten zum Ersatz durch das n-Praefix geführt. Das ist aber wegen der genannten aramäischen Parallele nicht wahrscheinlich. — Bei den Verba ultimae w, j endigt die 3. P Sing, fern, wieder nach maghribinischer Art, auf ät (lang), wie tnsch ä nsät. Natürlich gehen daneben auch jüdische Eigentümlichkeiten her, daneben auch viele eingestreute jüdische Worte und Phrasen. Veifasser hat dem Dialekt eine sehr eingehende und sachkundige Behandlung gewidmet, die sich vielleicht etwas zu umfangreich ausgewachsen hat. Er behandelt sehr eingehend die Lautgesetze (1—173), die einzelnen Wortgattungen (174—380), die Entlehnungen aus dem Hebräischen, Romanischen, Türkischen und Berberischen (383—464). Ein genaueres Eingehen auf die sprachlichen Eigentümlichkeiten würde hier zu weit führen; ich beschränke mich auf einige herausgegriffene Züge. Beim Pronomen personale ist in der 2. Pers. Sing das alte Feminin wie in Tlemcen auch für das Mask. im Gebrauch (als enti, eiiünä), während in Saida das alte Mask. entä noch existiert. ׳— Das Affix ja hinter den Pron. personalia fehlt hier wie in Tlemcen. — Das Praefix beim Demonstrativ ist hier nicht hä, sondern ä, wie im Aegypt., mehrfach im galiläischen Aramäisch und im Phoenizischen. — Die Endungen I für das Fein., fi für Plur. (ädi, ädü) des Demonst’s wie in den banachbarten arab. Dialekten. — Das gewöhnlichste Fragewort ist äs »was?« mit schwacher oder keiner Imäla; es ist aber

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