Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 57 (1913)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Die Schuldennot der jüdischen Gemeinde Metz
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 592 (sequence 2)
- Language
- German
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592 Die Schuldennot der jüdischen Gemeinde Metz (1791—1854). schließen zu müssen, daß das auf dem Konzile zu Rheims (625) erlassene Verbot, »christliche Sklaven an Heiden und Juden zu verkaufen und letztere zu irgend welchen öffentliehen Ämtern heranzuziehen«, ihrer Meinung nach, ganz besonders auf die Metzer Juden sich bezogen, weil deren Niederlassung daselbst so früh erfolgte, daß jegliche an. dieselbe erinnernde Spur sich verloren hat. So fehlt auch tatsächlich bis jetzt ein ergiebiges Quellenmaterial aus dieser Zeit der ersten Ansiedelung bis zu dem verhängnisvollen Jahre 1306* in welchem die Juden aus ganz Frankreich und, wie historisch verbürgt ist, auch aus Metz verbannt wurden, das damals schon unter dem Einflüsse einer mächtigen französischen Partei gestanden hat. Dies mag wohl die Erklärung dafür sein, daß bis heute noch kaum jemand die Geschichtschreibung dieser Periode der Metzer Gemeinde zu unternehmen gewagt hat. Und doch fällt gerade in diese Epoche für Metz die höchste geistige Blüte, die es zu einer ersten Pflanzstätte der jüdischen Wissenschaft für die damalige Welt erhoben hat. Ihre Meister, wie Rabbenu Gerschon, eine der größten talmudischen Autoritäten seines Zeitalters, in Anerkennung seiner weisen Anordnungen, die dem aus dem Oriente in das Abendland verpflanzten Judentum es ermöglicht hatten, mit den dortigen Kulturbestrebungen gleichen Schritt zu halten, ja dieselben stets in der wohltätigsten Weise zu befruchten, Meor ha-Golah, »Leuchte des Exils« genannt, ferner Gelehrte wie R. Machir und sein Bruder Elieser, der Verfasser des Werkes »Sefer Jereim«, sowie die Tosaphisten aus Metz, bekannt unter dem Namen »Gedole oder Chachme Lothringen«, die »Großen oder die Weisen Lothringens«, haben ihr einen Weltruf verschafft. In Metz fanden S. Arnould. Ceia ne paraifra pas etonnant si l’on fait attention qu’une partie de cette nation apres sa derniere dispersion corntnencee sous!’Empire de Vespasien et consommee sous celui d’Adrien, se retira dans les Gaules . .