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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1913-01-01 · Heft 4 · p. Seite 500

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
57 (1913)
Issue
Heft 4
Article
Die russische Regierung und die westeuropäischen Juden
Date
1913-01-01
Page
Seite 500 (sequence 19)
Language
German
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500 Die russische Regierung und die westeuropäischen Juden. Im Jahre 1844 wurden nur die Bestimmungen über die neuen Schulen veröffentlicht (Allg. Zeitg. 1844, Nr. 51; 1845, Nr. 1 u. 2). Bald darauf wurde es bekannt, daß Lilienthal Rußland verlassen mußte, da es ihm klar geworden war, daß er nicht imstande sein würde seinen russischen Glaubensgenossen zu helfen. Zur selben Zeit wies die Zeitschrift Philippsons darauf hin, daß die russische Regierung mit ihrer Politik den Juden gegenüber Bekehrung«־ zwecke verfolge. Endlich stellte es sich heraus, was die wahre Ursache der Abreise Lilienthals gewesen — es wurde ihm selber vorgeschlagen, zur russisch-orthodoxen Kirche überzutreten. Lilienthal siedelte nach Amerika über, wo er Rabbiner wurde. »Der Herr,« — schrieb Lilienthal in der Allg. Zeitg. (1846, Nr. 7) — »dem ich meine Stellung in Rußland geopfert, um dessen heiligen Namens willen ich Brod, Ehre, lebenslängliche Versorgung verlassen habe; Er, der Allvater, dem ich mein Geschick anvertraut, und der keinen verläßt, der auf ihn baut, hat mir in seiner Gnade geholfen und mir einen zweiten großen Wirkungskreis angewiesen.« setzung von Christen als Leiter der Schulen, da sie dazu gar nicht be* fähigt waren. Später jedoch wurden Juden als Schulleiter angestellt.

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