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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1913-01-01 · Heft 4 · p. Seite 364

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
57 (1913)
Issue
Heft 4
Article
Die Judengesetzgebung Friedrich Wilhelms II.
Date
1913-01-01
Page
Seite 364 (sequence 4)
Language
German
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464 Die Judengesetzgebung Friedrich Wilhelm» II. die Schwierigkeiten auseinandergesetzt, die einem jüdischen Lehrling ebenso wie einem jüdischen Meister erwüchsen, und eine allmähliche Besserung durch pädagogische Ein- Wirkungen angepriesen unter der nochmaligen Bitte, die Reform ja nicht in die Hände der Juden zu legen.1) Daß die jüdische Nation ohne vorhergegangene gehörige Zubereitung, ohne Reformation, weder als Professionisten noch als Soldaten noch 2u irgend einem anderen bürgerliehen Geschäfte dem Staate nützen könne, wurde als ebenso unbezweifelbar hingestellt, wie es ausgemacht sei, daß sie nach einer solchen Zubereitung zu allen bürgerlichen Hantierungen vorzüglich brauchbar sein werde.®) Die Zu* * sätze des gleichfalls ungenannten Christen siimmten darin überein, daß der Jude der großen Wohltat, die man ihm zu erteilen in diesen Tagen so sehr geneigt sei, erst empfänglich werden müsse, empfahlen dem Staate, das gesamte jüdische Schulwesen unter seine Aufsicht und Leitung zu nehmen, und scheuten sich nicht vor ein wenig Gewalt, um notwendigerweise der Juden geistige Verbesserung ihrer bürgerlichen vorangehen zu lassen: seien doch die Besseren und Aufgeklärteren unter ihnen ohne warmes Interesse und edlen Eifer für die sittliche und geistige Veredelung ihres Volkes.3) So leicht man den übertriebenen ף Das. S. 11, 12—18, 18-22, 23—30, 31—34. Der Einwurf, in Polen seien die Juden Professionisten, wurde abgetan mit den Ant* Worten, sie arbeiteten dort meistens für Juden, wären keine kultivierten Meister, also sei es sehr wahrscheinlich, daß sie einen vielleicht nicht kleinen Nebenwucher trieben und nur Professionisten seien, weil sie es sein müßten, S. 21 i; zweimal wurde Mendelssohn, ohne mit Namen genannt zu werden, verdächtigt, er habe die Reform aus Furcht unterlassen, S. 6 und 24. *) a. a. O. S. 31. a. a. O. S. 43, 45 (Bildung der Lehrer, aus Christen und Juden zu erwählen, die den Lehrberuf zu ihrem einzigen Geschäfte zu machen hätten, S. 46 f. deren Vorbereitung und Prüfung, S. 48 hebräischer Sprachunterricht nur noch in Gelehrtenschulen oder wöchentlich einige Stunden, S. 49 f. Muttersprache, wissenschaftl. Unterricht, Ge-

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