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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1913-01-01 · Heft 3 · p. Seite 357

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
57 (1913)
Issue
Heft 3
Article
Die Familie Teomim
Date
1913-01-01
Page
Seite 357 (sequence 17)
Language
German
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Die Familie Teomim. 357 Jugend talmudische Bildung angeeignet hatte und ein hervorragender Schüler des dortigen Rabbiners Abraham Brod war* 1), erreichte kaum das Alter von 35 Jahren und starb am 9. Tischri (9. Oktober) 1712 (Lieben Oaled No. 32). Seine Gattin Slawa, Tochter des R. Wolf Spiro, Enkelin des Landrabbiners R. Aron Simon Spiro in Prag und des gelehrten R. Mendel Baß*) in Frankfurt a. M., starb am 21. Tebet (3. Januar) 1728 (Brann in der Mtsch. 46, 460). R. Jona Landsofer ist Verfasser folgender Schriften: 1. שרת מעיל צדקה geschrieben 1710 und von seinem Urenkel Jomtob in Prag 1756 zum Druck befördert; das Buch erschien ohne Namen des Verfassers, der aber den Prager Rabbinern wohl bekannt war, wie aus den Approbationen ersichtlich ist. 2. בני יונה (Prag 1802 von Selig, dem Enkel des obengenannten Jomtob herausgegeben) enthält Vorschriften über Sefer Thora. 3. כנפי יונה (Prag 1812) enthält Novellen zumjore dea. 4. צוואה Testament des Verfassers; abgedruckt in דרך טובים von Abraham b. Rüben Deutz (Frankfurt a. M. 1717) und in ס׳ מעגלי קצירה von Jakob b. Mose (Homburg 1757); einen Auszug hiervon in deutscher Übersetzung bringt Güdemann in Quellenschriften zur Geschichte des Unterrichts, S. 127. 5. מאורי אור über Schreiben und Korrigieren des Sefer *) Es wird erzählt, daß der Chacham Zbi, als er einmal längere Zeit mit R. Jona Landsofer eine talmudische Unterhaltung gepflogen hatte, die Bemerkung machte, einem Manne, wie R. Abraham Brod, der einen solchen Schüler ausgestellt habe, dürfe man die Hochachtung nicht versagen und in keiner Weise entgegentreten; cf. חוט המשולש, S. 57 b, ed. Drohobycz 1908; vgl. auch Dembitzer כלילת יו&י I, S. 120. Anm. י) Slawa war die Namensträgerin einer Tochter des R. Mendel Baß, die 1672 als Wöchnerin in Prag starb (Hock, S. 43a); zu Mendel Baß vgl. Horovitz, Frankfurter Rabbinen II, 40 ff.; Brüll, Jahrbücher, VII, 156;אבני זכדון, s. 96, Nr. 939.

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