Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 57 (1913)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Die Familie Teomim
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 347 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2829132-2829851-2829855-2892198--40473-2892308- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Die Familie Teomitn. 347 bogen, Enkelin des Saul Wahl1). Dieser Ehe entstammten: 1. Israel Teomim (st. 1705), Vorsteher in Glogau und großer Gelehrter; er ließ das ס׳ קיקיון דיונה in Amsterdam drucken und schrieb die Vorrede dazu; er lebte auch einige Zeit in Posen; sein Sohn Samuel Feibel st. 1694 in K r e m s i e r; sein Sohn Jesaja (st. 1733) war ein einflußreicher Stadlan in Glogau, wo auch zwei andere Söhne, Natan und Juda, lebten; ein Schwiegersohn des Israel Teomim war R. Chajim aus Glogau, Rabbiner in Krzeszow (st. 1715). 2. Isack Meir Teomim Frankel aus Prag verbrachte seine Jugendzeit in Metz, wo er neben talmudischen Studien sich auch in profanen Wissenschaften, in Medizin, Mathematik und Astronomie ausbildete, und führte dann ein unstetes ruheloses Wanderleben, nachdem er sich seine Gattin Sara, die Tochter des Mose Mirels aus Wien und nach deren Ableben (1672) jene seines Schwagers Abraham Mirels geholt hatte. Nach der Vertreibung der Juden aus dem Wiener Ghetto treffen wir ihn zuerst in Trebitsch, wohin er als Rabbiner berufen wurde, das er aber schon nach einigen Jahren verließ. Gegen 1680 taucht er in Hamburg auf, wo er u. a. die nachgelassenen Werke seines Vaters herausgeben wollte. Dann erscheint er 1682 in Amsterdam unter den Namen Markus Fränkel, Doktor und Rabbiner*) und als Herausgeber verschiedener Werke; dort veröffentlicht er 1684 unter dem Titel כתנות אור ein Werk, das verschiedene Kommentare zu dem von Jakob Ibn Chabib herausgegebenen עין יעקב enthält. Hierauf nahm er wieder eine Berufung als Rabbiner an und *) Nicht dessen Tochter, wie Brana, Gesch. d. Landrabbinats in Schlesien (S. A.), S. 18, Aam. 3 schreibt. s) So in der von Blitz übersetzten Bibelausgabe (Amsterdam 1676—78), der er 1682 eine hebräische und deutsche Erklärung beifügte.