Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 57 (1913)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Die Familie Schemtob in ihren Beziehungen zur Philosophie
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 340 (sequence 15)
- Language
- German
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340 Die Familie Scbemtob in ihren Beziehungen zur Philosophie. er doch keinen Anstand, ihm in einigen Punkten zuwidersprechen. So führt er einmal, an eine Bemerkung des Averroes anknüpfend, aus, daß auch Pharao, zu dessen Zeit die Philosophie in Egypten so vollkommen gewesen sei wie in Griechenland zur Zeit des Aristoteles, an eine erste Ursache, jedoch ohne spezielle Providenz, geglaubt habe1). Nicht die Gesetze der S za bi er, so fährt er dann, auf Maimonides hinzielend, fort, und nicht die Irrlehren der Gottesleugner, die jeder Anfänger im Denken verwirft, haben die Thora Moses notwendig gemacht, sondern die Lehren des Aristoteles, welche die Nationen zu verschiedenen Arten des Götzendienstes, zur Beschwörung der Geister und zum Gebrauch der Talismane geführt haben2). Selbst in einem für die religiöse Anschauung so entscheidenden Punkte, wie die Lehre von der Offenbarung, scheut er sich nicht, die Ansicht des Averroes als angemessener und dem israelitischen Glauben näher kommend zu bezeichnen als die der israelitischen Weisen, wobei er in erster Reihe an M. denkt* * * * 8). *) Eine ähnliche Ansicht spricht Jehuda Halevi im Kusari IV, 46, S. 330 (ed. Cassel) aus. *) Steinschneider, Monatsschrift 32, S. 463 f. Vgl. oben S. 330, Anm. 2. 8) Das. S. 473. (Fortsetzung folgt.)