Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 57 (1913)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Ein neuentdecktes Grabgedicht einer römischen Jüdin
- Date
- 1913-01-01
- Page
- 309 (sequence 1)
- Language
- German
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Ein nenentdecktes firabgedicht einer römischen Jüdin. Von Stephan Brassloff. In einer Abhandlung über die neuentdeckten Inschriften jüdischer Katakomben von Rom, welche jüngst in der Wiener Festschrift für Theodor Gomperz erschienen ist1), hat Eugen Bormann eine sehr interessante metrische Grabschrift einer römischen Jüdin publiziert, ein Denkmal aus der römischen Kaiserzeit, das zu den lehrreichsten gehört, die aus dem Boden von Monteverde bisher zutage gefördert wurden und insbesondere für die Entwicklung der jüdischen Glaubenslehre wichtige Aufschlüsse bietet. Ich möchte im Folgenden die Inschrift den Lesern dieser Zeitschrift vorlegen und anschließend einige Bemerkungen zur inhaltlichen Würdigung hinzufügen in der Erwartung, daß Kundigere die Einreihung dieses Denkmals in den großen, religionsgeschichtlichen Zusammenhang besorgen werden. Der Wortlaut des Epitaphs, welches eine poetische Erweiterung der einfachen Grabschriftformel 7}ic . . . sita est (״EvftaSs xsnrxi) darstellt, ist folgender : Tjic *Regina sita est tati contecta sepufcro, quoö coniumi statuit responbens eius amori. Tjaec post dis benos secum transegerat annum et quartum mensem restantidus octo biedus, mrsum oictnra, rebitara ab fumina rursam. ftam sprerare potest ibeo quob sargat in aeoom promissum, quae oera fibes bignisque piisque; quae meruit sebem oeneranbi ruris fiadere. ף Wiener Studien XXXIV. Band, 1. Heft S. 358 if.