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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1913-01-01 · Heft 3 · p. Seite 267

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
57 (1913)
Issue
Heft 3
Article
Die russische Regierung und die westeuropäischen Juden
Date
1913-01-01
Page
Seite 267 (sequence 11)
Language
German
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Die russische Regierung und die westeuropäischen Juden* 267 suchen, mit Lust unterzogen. Schon sandte ich dem Dr. Lilienthai eine Liste von 35 Personen, und habe ihm unter heutigem Datum abermals eine gleiche Liste eingesandt, die sich täglich vermehrt. Viele derselben sind auf Universitäten und Seminarien gebildet. Manche nehmen schon sehr bedeutende praktische Stellen ein, die meisten stehen schon seit langer Zeit mit mir in Correspondenz. Alle aber werden mit Eifer dem Rufe Ew. Exellenz folgen, mit Lust ihrer neuen Bestimmung sich hingeben. Natürlich, daß sie nach verschiedener Befähigung verschiedene Grade einnehmen können. Dr. Lilienthal zeigt mir an, daß Ew. Exellenz mich mit der Erlaubnis begnadigen wollen, Derselben ein Exemplar meines großen Bibelwerks, dessen erster Theil, Genesis und Exodus umfassend, in diesen Tagen fertig wird, vorzulegen. Ich werde das Glück haben, es in wenigen Wochen Ew. Exellenz unterzubreiten. Dasselbe umfaßt sowohl die ganze jüdische Tradition, als auch die Exegesen der Bibelforscher aller Zeiten und Völker, und hat sich, da es in Lieferungen erscheint, schon vielfacher Anerkennung und weiter Verbreitung zu erfreuen. Wie glücklich wäre ich, wenn Ew. Exellenz einen Blick darauf zu werfen geruhen, und es nicht ganz ohne Billigung aus den Händen legen würden. Ew. Exellenz erlaube ich mir noch die ganz gehorsamste Bitte vorzulegen, beigelegtes unterthänigtes Schreiben Sr. Kaiserlichen Majestät zu Allerhöchst derselben Händen zu übergeben, und fühle mich beglückt, mich mit tiefster Ehrerbietung nennen zu können, ״ Ew. Exellenz gehorsamster Dr. phil. Ludwig Philippson, Geistlicher der bies. isr. Gemeinde, Redakteur der Allg. Zeit, des Judenthums. Auf diesen Brief erfolgte nachstehendes Antwortschreiben des Ministers. St. Petersburg, des 26. März 1841. Dem H. Doktor Philippsohn, Geistl. der isr. Gemeinde, Redakteur der Allg. Zeit, des Judenthums in Magdeburg. Geehrter Herr Doktor! Indem ich Sie hiermit benachrichtige, daß ich Ihr Schreiben an S. Kais. Majestät meinem Allergnädigsten Herrn zu unterlegen das Glück hatte, gereicht es mir zur Freude Ihnen zugleich melden za können, daß in der That der Wunsch einer erhabenen Regierung dahin strebt, eine vollkommene Anordnung für Judenschulen im Sinne Mendelssohns zu bewerkstelligen. Das Unternehmen ist aber mit desto

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