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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1913-01-01 · Heft 2 · p. 177

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
57 (1913)
Issue
Heft 2
Article
Die Familie Schemtob in ihren Beziehungen zur Philosophie
Date
1913-01-01
Page
177 (sequence 1)
Language
German
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Von Jakob Guttm&nn. L Scliesütob ben Josef, der ältere- Der Kampf um die Berechtigung der Wissenschaft auf dem Gebiete der religiösen Forschung und insbesondere um die Anerkennung der maiixiönidischen Philosophie, der mehrere Geschlechter hindurch die Gemüter auf das Tiefste erregt und die Einheit des Judentums, vornehmlich in den Gemeinden Spaniens und Südfrankreichs, auf das Ernsteste gefährdet hatte, war in der zweiten Hälfte des vierzehnten Jahrhunderts infolge der Leiden und Drangsale, denen die Juden dieser Länder ausgeset2t waren, mehr und mehr zum Stillstand gelangt. War es auf der einen Seite die Not der Zeit, unter der die Gesamtheit so schwer zu leiden hatte, welche die Erbitterung der einander bekämpfenden Parteien einigermaßen gemildert hatte, so war auf der anderen Seite eine tiefe geistige Ermattung eingetreten, die das Interesse an der Fortführung des Streits um die Probleme der Wissenschaft nicht mehr in der früheren Lebendigkeit aufkommen ließ. Der Kampf erneuerte sich jedoch am Anfang des fünfzehnten Jahrhunderts, was wohl zum nicht geringen Teil auf die trüben Erfahrungen zurückzuführen ist, die bei den im Jahre 1391 von Fernando Martinez in Spanien heraufbeschworenen Judenverfolgungen hervorgetreten waren. Viele Tausende waren damals, um den Verfolgungen zu entgehen, vom Judentum abgefallen und zur katholischen Kirche übergetreten1). Diese Fahnenflüch- *) Abraham Zacuto im Sepher Juchasin, ed. Filipowski (London -3857), S. 225a gibt die Zahl der Getauften auf 4000 an, was Graetz, Monatsschrift, 57. Jahrgang. 12

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