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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1912-01-01 · Heft 6 · p. Seite 740

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
56 (1912)
Issue
Heft 6
Article
Beiträge zur Geschichte der partiellen Judentage in Polen um die Wende des XVII. u. XVIII. Jahrhunderts bis zur Auflösung des jüdischen Parlamentarismus (1764)
Date
1912-01-01
Page
Seite 740 (sequence 5)
Language
German
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740 Beiträge 2ur ׳ Geschichte der partiellen judentage in Pole»«. der verarmten Kahale bedacht. Daß dabei die Tätigkeit der partiejjen Judentage nur zu arg zu leiden hatte, ergab-sich» als unvermeidliche Folge. Die Verbandsvorsteher, die verpflichtet waren, den Judentagen über ihre finanzielle Ve!rwaltung genaue Rechnung zu legen, bestrebten sich :auf jede;Art und Weise das Zusammentreten der Judentage unmöglich zu machen. ־ So beschweren sich um das Jahr 1708 die Kahaie Wollhyniens, daß die Rabbinen und Kreisältestenden patv tiellen Judentag in Oiyka, der nach bestehenden Anord־׳ nungen jedes dritte Jahr zusammentreten sollte, um keinen Preis einberufen wollen1). Das Rundschreiben des polnischen Schatzmeisters vot® 24, November 1722 berichtet über die Motive, aus welchen der partielle Judentag in Böbrka einberufen wird, in einerfür die Vorsteher des reußischen Provinzialverbandes keineswegs schmeichelhaften Weise: Es soll—heißt es da — dem »unwürdigen Treiben« (niegodziwoäciom) ein End* * gemacht werden. Den Kreisältesten, die zudem zwecks Regelung und endgiltiger Beilegung der Zerwürfnisse angeordneten Judentag in Böbrka nicht erscheinen sollten, wird eine Strafe von 200 polnischen Gulden angedroht8). Die beim Judentag in Brzei;any 1740 anwesenden Kreisältesten müssen sich den Beschluß gefallen lassen,, daß sie ohne Wissen der Deputierten zum allgemeinen Judentag den Kahalen weder Steuerbefreiung gewähren noch die aufgelegte Steuer höher bemessen dürfen5). Ein ähnliches Zerrbild stellt der kleinpolnische Provinzialverband und Judentag dar: Die Steuer- und sottstigen Kalküle der provinzialen Rechenmeister und Vorsteher erwiesen sich höchst ungerecht (wielce ni&sprawiedliwe) — die Kreisältesten machen unnütze Ausgaben,.. f) Archiv jago-zapadn. Rossji. Bd. V, Teil 1 Nr. 68. a) Castn Leop.Bd. 64, S. 1634.-1636. *) Brzezany, Art. il

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