Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 56 (1912)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Isaak Halevis Zitate
- Date
- 1912-01-01
- Page
- Seite 694 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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694 Isaak Haie vis Zitate. metrius erkannte, daß ihr Herz nicht bei ihm war und er in sein Land zurückkehrte. Und ohne Zweifel dachten alle diese insgesamt, nun, da sie dem Jannai gezeigt hatten, daß sie wohl imstande waren, für ihr Leben einzütreten und der Sieg auf ihrer Seite war, nun werde er umkehren und das Böse werde ihn gereuen und er werde nicht wieder zur Torheit zurückkehren. Deshalb nämlich hatte das ganze Volk nur Friedensgedanken, und viele von ihnen eilten schon offen zu ihm zurück«. Statt nun auch Frieden zu halten und dankbar zu sein, fing dann Alexander sodort wieder mit dem Morden an. — Josephus sagfs ein klein wenig anders. Bell. I, 4, 6. § 96 : Freilich die übrige Menge ließ auch nach dem Abzug der Bundesgenossen nicht ab von den Feindseligkeiten, sondern sie führten beständig mit Alexander Krieg. Ant. XIII, 14, 2. § 879: Her־־ nach aber (nach dem Abzug des Demetrius) kämpften die Juden mit Alexander, und besiegt fielen viele in den Schlach- Ten. — Das klingt nicht ganz wie die Darstellung bei Halevi. Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen. Wer so wenig auf die Quellen gibt wie Halevi, sollte nicht einem Graetz zum Vorwurf machen, daß er sich zum Prinzip gemacht habe, alles gegen die Quellen darzustellen. Die Herrschaft der Salome und der Pharisäer ist für Halevi natürlich die Glanzzeit der jüdischen Geschichte. Wie unangenehm, daß josephus in seinem Hasse gegen die Pharisäer ein paar Einzelheiten berichtet, die nicht recht zu Halevis idealen passen! Da sagt Josephus (Ant. XH1, 16, 2. § 409): Alexandra »brachte ein großes Söldnerheer zusammen und zeigte die eigene Macht verdoppelt«. — Es fiel Halevi sichtlich schwer, anzuerkennen, daß auch diese fromme Königin ebenso wie ihr gottloser Gemahl Heiden in das jüdische Heer einstellte. Das erste Mal (S. 508) übersetzt er die Stelle: »Sie errichtete ein großes Heer und Truppenmacht und stärkte und machte viel die Macht ihrer Kraft.« Auf S. 509 wird das Zitat wiederholt, die Söldner