Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 56 (1912)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Isaak Halevis Zitate
- Date
- 1912-01-01
- Page
- 690 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Isaak Halevis Zitate, Von R. Leszynsky. (Schluß.) Kehren wir jedoch wieder zu den Haievischen Zitaten zurück. »Alle Worte des Josephus bezüglich der Ereignisse zur Zeit Aristobuls, Alexander Jannais und Salomes sind im Sinne der Sadduzäer geschrieben, in offenkundigem Hasse gegen das ganze Volk«, so urteilt Halevi (S. 479)., Auf derselben Seite zitiert er die Geschichte aus Jos. Ant. XIII, 14, 2. § 380, nach der Alexander Jannäus 800 gefangene Pharisäer kreuzigen, und ihre Frauen und Kindes vor ihren Augen hinschlachten ließ, während er mit seinen Kebsweibern zechte. Möglich, daß Halevi wirklich geglaubt hat, daß diese Nachricht aus einer sadduzäischen Quelle stamme, aber schade ist es, daß er die Worte vor und nach diesem Satze so vollkommen übersehen hat. Da beurteilt nämlich Josephus — im Sinne der Sadduzäer? ■— die Tat als »die grausamste von allen«, als eine »unmenschliche Rache« und erzählt einige Zeilen weiter, daß Alexander wegen dieses Übermaßes an Grausamkeit von den Juden der Thraker genannt wurde (§ 383). Halevi• mußte das übersehen, um ungestört josephus zu einem Sadduzäerfreunde machen zu können. So schlecht Alexander Jannäus bei Josephus wegkommt, Halevi macht ihn noch schlechter. Daß Alexander mit fremden Söldnern, Pisidiern und Kilikiern, den Aufstand des eigenen Volkes niederwarf, ist zwar sehr unrecht, aber es ist kein Grund, den Zusatz (Bell. I, 4, 3. § 88) zu unterschlagen: »denn Syrer nahm er nicht als״