Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 56 (1912)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Isaak Halevis Zitate
- Date
- 1912-01-01
- Page
- Seite 580 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2829132-2829843-2829849-2891731--39876-2891822- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Yanai 1× ep/1033832
OCR text
SSO Isaak Halevis Zitate. was dergleichen scharfsinnige Untersuchungen mehr sind, die Frankel in seiner »Unwissenheit« übersehen hat. Daß die beiden Berichte vollständig miteinander übereinstimmen und beide von Jehuda b. Tabbai handeln, ist eine solche Selbstverständlichkeit, daß man sie kaum auszusprechen wagt. In anderem Zusammenhang habe ich darauf aufmerksam gemacht, daß in der Jeruschalmistelle die beiden ersten Sätze miteinander vertauscht werden müssen, um einen klaren Sinn zu bekommen: Jehuda b. Tabbai floh und ging nach Ägypten (während nämlich Alexander die Rabbinen verfolgte und Simon b. Schetach durch seine Schwester verborgen gehalten wurde). Dann wollten ihn die Jerusalemer zum Nassi machen und schrieben ihm u. s. w. — Er floh nicht aus falscher Bescheidenheit, wie es die Erklärer wollen, um der Ehrung zu entgehen, die er vielmehr sofort bei Empfang des Briefes annahm, sondern er hielt sich wegen der Verfolgung der Pharisäer durch Alexander längere Zeit in Alexandrien auf. Damit fällt dann alles, was Halevi auf Grund der Verschiedenheit der Berichte geschlossen hat. Er teilt die Regierungszeit Alexanders in zwei Hälften, in der ersten habe er die Pharisäer in Frieden gelassen, damals wurde Josua b. Perachja, der (nicht wie in der Gemara unter Jannai, sondern) unter jochanan geflohen wäre, durch Simon b. Schetach zurückgerufen, und in diese Periode fiele die Hauptwirksamkeit Simons. Das ist nunmehr unhaltbar. Vielmehr herrschten die Sadduzäer ununterbrochen von Johann Hyrkan bis zum Ende der Regierung Jannais. Darhals trat dann Simon b. Schetach auf, dessen Haupttätig־ keit in die Zeit Salomes fiel. (Schluß folgt.)