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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1912-01-01 · Heft 3 · p. Seite 338

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
56 (1912)
Issue
Heft 3
Article
Neue Beiträge zur Geschichte der Familie Fränkel-Spira
Date
1912-01-01
Page
Seite 338 (sequence 5)
Language
German
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338 Neue Beiträge zur Geschichte der Familie Fränkel-Spira. Der erste Stammbrief. Der Primator Simon (52) b. Wolf Fränkels Spira forderte einmal seinen Verwandten Samuel b. Löb Porges, Gemeinde- Sekretär in Bunzlau (Böhmen), auf, ihm über die Herkunft seiner Familie nähere Daten zu liefern. Diesem Wunsche kam R. Samuel Porges im Jahre 1734 in dem uns vorliegenden, an den Primator gerichteten Briefe nach. Einige in diesem Schriftstücke genannte Personen sind uns bereits anderweitig bekannt. Denn Moses Wolf Jeiteles, Verfasser des זכרק. ליום אחרון (Prag 1828), erwähnt nach Hock's Bericht (Farn. Prags S. 267 b Anm.) aus dem Haskarabuche der von Mordechai Meisel erbauten Hochsynagoge eine Spende, die der Gemeindevorsteher (גבאי דמתא) Löb Porges im Vereine mit seiner Frau Kela zum Andenken an den Vater der letzteren, den Gaon R. Man in Brzesc (Kujawien) und an ihre Mutter Jares (יאדים) gestiftet habe. Wenn jedoch Jeiteles aus dem Stammbriefe des Samuel Porges, der zweifellos mit dem unsrigen identisch ist, entnehmen zu können glaubte, daß R. Man ein Bruder des R. Aaron Simon Spira (6) gewesen sei, so irrt er. Denn aus unserer HS. geht unzweideutig hervor, daß R. Man ein Bruder R. Wolf Slawes und somit ein Oheim des böhmischen Landesrabbiners A. Simon Spira gewesen ist. Als Stammvater der hochangesehenen Prager Familie Spira gilt der »große Gaon« R. Michel, Sohn des Gaon R. Simon, der in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts als Oberrabbiner von Posen wirkte. R. Michael Spira hatte 3 Söhne: Der älteste R. Wolf (1) (nach seiner Gattin »Slawes« genannt), Vater des späteren Prager Ober- und böhmischen Landrabbiners Aharon Simon Spira, starb nach 30jähriger Amtstätigkeit 1630 in Prag (vgl. Brann in MS. 1901, S. 195). Seine Gelehrsamkeit und überaus asketische Frömmigkeit werden rühmend hervorgehoben. Der zweite Sohn, Chajjim, folgte seinem Vater auf dem Rabbi-

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