Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 55 (1911)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Beiträge zur Geschichte und Literatur im gaonäischen Zeitalter
- Date
- 1911-01-01
- Page
- Seite 735 (sequence 7)
- Language
- German
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Beiträge zur Geschichte und Literatur im gaonäischen Zeitalter. 735 liehe Land aus der Wendung in HaPs Antwort ersehen, wobei von אנשים מרומי gesprochen wird, indem Rom als Gesamtbegriff für Italien zu verstehen ist Was nun speziell das intensive Studium der Halacha betrifft, so blühte es besonders in Bari, Oria und Otranto1). In der erstgenannten Stadt lebte gegen Ende des zehnten Jahrhunderts ein Gelehrter Mose Kalfu, den der Verfasser des Aruch zweimal zitiert2). Auch die gefeierte nordfranzösische Autorität R. Jacob Tarn spricht von den früheren Gelehrten Bari’s und Otranto’s mH der bekannten Variierung von Jes. 2, 33). Von der praktischen, religiösen Tätigkeit des Gelehrtenkollegiums in Bari können wir uns ein Bild machen nach dem bereits erwähnten, uns durch Elieser ben Nathan erhaltenen Gutachten, das sich durch die Bemerkung כזאת היה כתוב בתשובת השאילה מאחינו הכמי בארי als alt und durch den griechisch lautenden Namen des einen Unterzeichners, Papoleon, ais noch der zweiten Hälfte des zehnten Jahrhunderts angehörend kennzeichnet4). Bemerkenswert ist auch die an die geonäische Schreibweise erinnernde Wendung: 5 * *מה שהורונו מן השמים). Was aber dem Talmudstudium In Süditalien seine Eigentümlichkeit verleiht, ist die besondere Berücksichtigung der palästinensischen Gemara überhaupt und der palästi- ג) VgU Rapoport, Biographie Kalir’s, Nöte 17, Zunz GV.8 S. 376, Anm, L *) Vgl. Rapoport, Biographie R, Nathan’s, Note 38 und Bio* graphle Kalir’s a. a. O., Weiß דדו״ד IV, S. 272, Groß, Magazin a. a. O., S. 26. 3) Aus den Worten R. Tams חכמי בארי שהיו קודי! עליתם dm כי מבארי תצא תורה ודבר הי מאוטרנטו geht deutlich hervor, daß es sich um deren Bedeutung in früherer Zeit handelt. Rapoports Einfügung מכבר in der Biographie Kalir’s findet sich nicht im Text (vgl. ed. Rosenthal, Nr. 46 Ende, S. 90). 4) Vgl. auch Rapoport a. a. O. *) Vgl. z. B. Hai's Gutachten vom Jahre 1011, bei Harkavy, Studien IV, S. 76, Nr. 78: שמיא [D כי דאדווו לנא und Amram bar Seheschna im Eingang seines Siddur, S. la, Z. 13: שהראונו מן שמים..