Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 55 (1911)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Beiträge zur Geschichte und Literatur im gaonäischen Zeitalter
- Date
- 1911-01-01
- Page
- Seite 615 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2829132-2829835-2829841-2890985--39080-2891099- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Beiträge zur Geschichte und Literatur im gaonäischen Zeitälter. 615 אב בית דין bekleidet1 * *). Deswegen dürfe er sich auch nicht in wichtige Angelegenheiten, wie Neumonds- und Schaltjährsbestimmungen, mischen*). Weiterhin bemerkt der Schreiber, fiichanän erstrebe die Herrschaft, die ihm aber nicht zu teil werde®). Er behaupte zwar, daß er den »Perek« vorgetragen habe, aber Weder hiervon noch von dem Brauch der Jeschiboth überhaupt, wisse man etwas in den von ihm berührten Städten Aleppo, Damaskus, in Egypten und Palaestina. Es werde von Mitgliedern der leschiba berichtet, Elchanan habe sich bei einem Besuch, den ihm in Bagdad der ראש הפח־ Asaf gemacht, dessen gerühmt, daß er in sehr kurzer Zeit den Talmud durchgenommen habe, wenn auch mit manchen Weglassungen4). Indem wir nun wieder auf Sehernarja zurückkommen, finden wir,, daß er sich auch in Kairuän und auch in weiter Feme eines großen Rufes erfreute. Von ganz besonderer Bedeutung ist nun hierfür, wie für die Verhältnisse Sehe- 1l VgJ״ Kamenetzki. a. a, O. S., ZQ, Z. 67—־. a) Ich halte Kamenetzki’s Ergänzung a. a. O., Z. 8: בגיבור זבקידוש für wohl annehmbar; gegen Poznaüski’s Zweifel, a. a. O., S. 246. Deltiv wenn es sich auch seit Ben Meir nicht mehr um Änderungen־ in der Festsetzung von kalendarischen Bestimmungen handelte, so haben doch die Ansprüche Palästinas inbezug auf die Prärogative der Bestimmung des Neumondes nicht aufgehört, wie sie ja auch später, in der Mitte des 11. Jahrhunderts, sich geltend machten,, was wir auch aus der Ebjathar-Megilla ersehen; vgl. hierüber Bornstein in der Sokolow-Festschrift, Sv 48—49. Wie aber bereits oben bemerkt, stand schon Elch-anan’s Vater, Schemarja, mit der palästinensischen Akademie in Verbindung. Aus diesem! Gründe Hegt es auch näher, dien Schauplatz von Elch an an5 s Ambitionen nach dem mit Egypten in räumlicher und idealer Beziehung näher verbundenen Palästina zu verlegen, — man beachte auch die mehr verächtliche Bezeichnung כנען für letzteres, a. a. €)., Z. 11 — als nach Kairuän, mit Poznanski, a. a«, 0.f 3. 247', das sich doch Babylonien fast unbedingt unter ordnete.. 8> Vgl. a. a. O., S. 50* Z. 12-13. 4) Vgl. ebend. Z. 20— 26 u. Poznanskr a. a. Ov, S. 247.