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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1911-01-01 · Heft 4 · p. Seite 466

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
55 (1911)
Issue
Heft 4
Article
Beiträge zur Geschichte und Literatur im gaonäischen Zeitalter
Date
1911-01-01
Page
Seite 466 (sequence 3)
Language
German
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466 Beiträge zur Geschichte und Literatur im gaonäischen Zeitalter* fragen wegen Entscheidungen die Jeschiba als Zentralpunkt angesehen werden. Das Unterlassen dieses früher geübten Brauches habe das Ansehen der Hochschulen erschüttert, und der Gaon wolle zu Gott beten, daß Er sie nicht dafür strafe1), »ihr werdet vielleicht sagen, es genüge, daß ihr in einer behaglichen Lage bleibt; eure Lehrversammlungen werden nicht verderben, möge darum die Hochschule zugrunde gehen. So wisset denn, daß deren Führer eure Häupter sind; der Körper aber richtet sich nach dem Kopf, und wie kann, wenn dieser verdirbt, jener gesund bleiben?«2) Darum sollten sie den Mut der Jeschiba und ihrer Mitglieder durch ihre Fürsorge stärken, damit »die vier Ellen der Halacha« nicht untergehen; denn, trotzdem die Thora auch anderwärts sich ausgebreitet, so sei dennoch deren eigentliche Stätte noch immer hier, wo gleichsam das Sanhedrin ver~ treten sei5). An dieses Schreiben schließt sich inhaltlich ein anderes desselben Gaon an4), das, da in ihm Schemarja direkt genannt ist, sicher nach Ägypten gerichtet wurde- Es sind dieselben Klagen über die Vernachlässigung der Je־״ schiba in materieller und ideeller Hinsicht. Die Unterordnung unter sie müßte als eine heilige Pflicht betrachtet, werden, wie einst gegenüber dem Heiligtum5). Wie könnten ~~ ף Vgl. S, 119, Bl. 2r. — S. 120, Z. 115. 2) Vgl. a. a. O. BL 2 v. z. 3—7: *ואם אטור תאטרון בלבבכם כי ־תישאדון אתם על מתכונתכם ולא יישהתון מדרשיכם והישיבה נשחתת, הלא ׳ראשיכם המה בה׳ ראשיכם שבטיכם ואיך ישחת הראש וישלם הגיף ואחר הראש הנוף הולך. 3) Vgl. S. 120, Z. 12. — S. 121. 4) Saadyana Nr. XLVI, S. 122—124. Der Rest ist einer halachisehen Erörterung gewidmet. Wir müssen hierbei, wegen mancher stilistischer Übereinstimmungen dieses Schreibens mit dem vorher״ gehenden, Poznanski in seinem »Schechter’s Saadyana« S. 5 beipflichten, der es Scherira zueignet, gegen Schechter a. a. O. S. 121,. der Samuei b. Chofni als Autor annimmt. c) Vgl. S. 122, Z. 6 fgg. Leider ist der Anfang stark verstümmelt.

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