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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1911-01-01 · Heft 4 · p. Seite 424

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
55 (1911)
Issue
Heft 4
Article
Unechte Jeruschalmizitate
Date
1911-01-01
Page
Seite 424 (sequence 6)
Language
German
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424 Unechte JerüschalmiZitäte. HalachaausSoferim oder einer gaonäischen Schrift herübergenommen hat. Rokeach meint aber offenbar folgende, in Rabiah ms. N. 594 und (daraus) Or Sarua II, N. 416 Ende angeführte Jeruschalmistelle: ובפ״ב דו/ענית בירושלמי גרפי׳ אהא דתנן אין (1גוזרין גזירה על הצבור בתחלה בחמישי, במה קורין ברכות וקללות שבמשנה תורה וכי' עי ועכשיו אין אנו קורי) אלא ויחל מל5ה ומדלג מעשה עגל ומתחיל מן פסל לך עד אשר אני עשה עמך, עכ״ל הירושלמי♦ Hier verrät auch die Sprache der Bemerkung וי^כשין etc. deutlich ihren nichtjeruschälmischen Ursprung. Dies wird schon von Rabiah her * *ergeh oben: ומן ה^שון משמע ׳דמעבשיו לשון גאון דווא aus der Sprache folgt, daß עכשיו etc. einem Gaon gehört Die einstige Existenz eines in der von mir gekennzeichneten Weise bearbeiteten Jeruschalmi muß also schon auf Grund der hier angeführten wenigen Belege mit Sicherheit vorausgesetzt werden. Dieser »Jeruschalmi« ist die direkte oder indirekte Quelle der meisten unechten Jeruschal mi Zitate, besonders bei den deutschen und französisehen Autoren. Eine Anzahl unechter Jeruschalmistellen, besonders bei spanischen Gelehrten, erklärt sich aus der Tatsache, daß viele Autoren den Jeruschalmi2) nur aus Sekundärquellen, besonders aus dem Kommentar des R. Chananel, anführen, und daher nicht immer erkennen konnten, wo der Jeruschalmi aufhört und die Quelle beginnt. So war es Unvermeidlich, daß zuweilen die Worte der Quelle für Jeruschalmi gehalten wurden. Da aber der Kommentar des R. Chananel sehr viel gaonäisches Material enthält, so erklärt sich auch daraus die Tatsache, daß Gaonäisches als Jeruschalmi angeführt wird. ,j So weit unser Text; ,שבמשנה׳תורד ist viell. schon Erklärung. *J Wie oft die Toseftha. Ein markantes Beispiel bei Aptowitzer in Biau’s הצופה מארק הגר I, s. 82 f.

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