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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1911-01-01 · Heft 3 · p. Seite 334

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
55 (1911)
Issue
Heft 3
Article
Josef Kohn-Zedek, der letze neuhebräische Publizist der galizischen Haskala
Date
1911-01-01
Page
Seite 334 (sequence 5)
Language
German
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334 Josef Kohn-Zedek, der letzte neuhebräische Korec und Bolechow, von 1795—1810 als Vorstadtrabbiner und Magid in Lemberg wirkte und durch sein Werk ,פתהי נדה׳ berühmt war. Seine Mutter war durch Schönheit, Geist und Kenntnis der hebräischen Sprache sowie der im praktisch-jüdischen Leben gebräuchlichen Ritualien bekannt. Nach dem frühen Tode seines Vaters gelangte Josef durch die zweite Ehe seiner Mutter in den Bannkreis der Brody’er Maskilim. Kaum 16 Jahre alt (18. Siwan 5603 — 1843) heiratete er die Tochter des reichen Gastwirtes Malis in Lernberg, des Eigentümers des damals stadtbekannten Minjan- Malis. Seine literarische Laufbahn begann Josef Kohn-Zedek als österreichisch-patriotischer Schriftsteller durch seine Jubelschrift "״ישועות מלכוי: Die Kaiserrettung Sr. Majestät Franz Josef I., Lemberg 1853. Diese Schrift, die unter anderem eine historisch interessante Obersicht der Geschichte der galizischen Juden vor dem Regierungsantritte Seiner Majestät enthält, brachte dem Verfasser die goldene Medaille für Kunst und Wissenschaft und 27 Anerkennungsschreiben ein. Als patriotisch-dynastischer Schriftsteller betätigte sich noch Josef Kohn-Zedek durch die Schriften: "אור זרוע" Gedicht auf Erzherzog Karl Ludwig, Krakau 1857; ,אכן נזר": Kronjuwel für die Habsburger Dynastie, hebräisch und deutsch, Lemberg 1856; ״מצבת עולם״: Ein Denkmal für die Ewigkeit. Trauergedicht auf den Tod des Generals Radetzky, hebräisch und deutsch, Lemberg 1858. Von 1855—1874 gab Josef Kohn-Zedek die hebräischen Zeit- Schriften: Meged jerachim (1855—1859, 4 Teile); Ozar chochmah (1859—1862, 3 Teile); Hajehudi hanizchi (1866, 4 Hefte); die Wochenschrift Hamewasser mit der Beilage Hanescher, sämtlich in Lemberg, endlich die Monatsschrift Or Tora (Frankfurt a. M. und Lemberg 1874, 4 Hefte) heraus. Außerdem verfaßte oder edierte er noch eine ganze Reihe exegetischer, kritischer und historisch-heraldischer Werke. 1879 wanderte Josef Kohn-Zedek nach London aus. Kurz darauf veröffentlichte der Lemberger Litterat Jehuda

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