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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1911-01-01 · Heft 3 · p. Seite 281

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
55 (1911)
Issue
Heft 3
Article
Der Auszug aus Ägypten im Lichte der Wissenschaft
Date
1911-01-01
Page
Seite 281 (sequence 6)
Language
German
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Der Auszug aus Ägypten im Lichte der Wissenschaft. 28t verstärkten Drucke ausgesetzt wurden; lesen wir doch in den ägyptischen Denkmälern, daß auch die palästinensischen Städte wieder wankelmütig geworden waren und aufs neue erobert werden mußten I (Cf. weiter unten »Israeli n s c h r i f t«). Die große Zahl ägyptischer Aufsichtsbeamten, die der Pharao Meneptah in die Festungen der Ostmark legte, lassen die verhängnisvolle Lage des Reiches deutlieh erkennen. Die Grenzbeamten führten genau Buch, und nur mit Lebensgefahr konnte man den Versuch machen, ohne pharaonische Erlaubnis durch den Festungsgürtel zu schlüpfen. Es ist nun höchst merkwürdig, daß die Namen,1) die die Bibel dem östlichen Grenzdistrikt und seinen Befestigungen beilegt, sich genau mit den Angaben decken, die uns gerade aus der Zeit des Meneptah erhalten sind. Sukkoth bezeichnet in der ägyptischen Schreibung Thuku die Provinz, in welcher Pithom lag; östlich von Gosen sich erstreckend, wurde sie bereits zum asiatischen Besitz Ägyptens gerechnet. Etham (ägypt. Chetam) ist eine der Festungsanlagen, die der Stadt Pithom im Osten als Forts vorgelagert waren. M i g d 01 kommt unter demselben Namen vor als Migdol des Königs Meneptah, eine Citadelle nördlich vom Schilfmeer, wobei wohl zu beachten ist, daß das Schilfmeer im Altertum erst in d em heutigen Krokodilsee sein nördlichesEndefand. Pihachiroth ist vielleicht das unter Ptolemäus 11 genannte Heiligtum Pikeheret, 5 Kilometer sw. von Ismailia, während man Baal-Zephon wohl auf einer Höhe östlich von der Seenkette suchen muß. — So erscheint die Reiseroute der Israeliten, wenn auch Einzelheiten hin- und herschwanken, im allgemeinen durchaus bestimmt und vorgezeichnet. Südlieh von Migdol flutete das sumpfige Schilfmeer, nördlieh setzte der schon erwähnte Mauerwall ein. — Auf diese י) Ich folge hierin den Ausführungen von H. Brugsch in »Stein* inschrift und Bibelwort«. S. 226 ff.

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