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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1911-01-01 · Heft 2 · p. Seite 256

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
55 (1911)
Issue
Heft 2
Article
[Ohne Titel]
Date
1911-01-01
Page
Seite 256 (sequence 3)
Language
German
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255 Besprechung. einen Passus hin, der in der hebr. Übersetzung fehlt, nimmt sich aber nicht die Mühe, denselben hebräisch wiederzugeben. Übrigens führt Lipmann Heller diesen Passus in seinen Tossaphot zur Stelle an, was aber Sch. auch übersehen zu haben scheint. Zu Anm. 4 auf S. 12 (II, 6) ist zu bemerken, daß alle drei Ausgaben, die ich benutzte, wohl מכלי היתרים haben. Im Gegensätze zu der —י um keinen härteren Ausdruck zu gebrauchen — oberflächlichen Behandlung der hebr. Übersetzung hat der Herausgeber der sprachlichen und sachlichen Erklärung des arab. Textes seine gan2e Aufmerksamkeit zugewendet. Die zahlreichen wichtigen Anmerkungen bekunden zur Genüge, daß Sch. die ein• schlägige Literatur sorgfältig studierte und die daselbst gewonnenen Ergebnisse richtig zu verwerten verstand. Er ließ es sich auch nicht verdrießen, die in dieser Monatsschrift veröffentlichten Rezensionen über Editionen von Teilen dieses Kommentars zu beachten, was Rezensent von den anderen ihm bekannt gewordenen Arbeiten auf diesem Gebiete nicht behaupten kann. Ferner ist anzuerkennen, daß Sch. auch auf abweichende Lesarten in dem Mischnatext der Handschrift hin weist und manche Ausdrücke der Mischnah in geschickter Weise zu erklären versucht. Auffallender Weise hat er auf die nicht minder wichtige verschiedene Lesart der Handschrift in Mischnah IV, 3: והניח לו דבלא ספינות בים ובאז לו ברמאות nicht aufmerksam gemacht. Die Annahme Schapiros (S. 3, Anm. 2), daß der hebr. Übersetzer auf Grund der gegen die Lesart הלכה ברי מאיר erhobenen Einwände selbständig הלכה כר׳ יהודה gesetzt hat, ist m. E. schon deshalb fraglich, weil der Übersetzer — wie er selbst in seiner Vor* rede angibt — sich nur sehr wenig mit Talmudstudien befaßte, Übrigens ist es sehr auffallend, daß Sch, den Übersetzer stets אלמולי nennt, da jener sich selbst doch אלמלי schreibt. Der Druck ist schön, Druckfehler sind selten. Stockholm. M. F r i e d. Unberechtigter Nachdruck aus dem Inhalt dieser Zeitschrift ist untersagt. Für die Redaktion verantwortlich: Dr. AI. BRANN in Breslau. Druck von Adolf AJkalay & Sohn in Preßburg.

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