Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 55 (1911)
- Issue
- Heft 2
- Article
- War Maimonides eine Mechilta zum Deuteronomium bekannt?
- Date
- 1911-01-01
- Page
- 252 (sequence 1)
- Language
- German
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Notizen. 1. War Maimonides eine fVfechilfa zum Deuteronomium bekannt? in dem von der *Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums« herausgegebenen schönen Buche: Moses ben Maimon etc. (Baad I, 1908) behandelt M. Peritz »Das Buch der Gesetze« (ספר המצות) S. 439—474. Am Schlüsse seiner äußerst gründlichen Abhandlung nennt er die von Mahn, im סה״מ angeführten Werke bezw. die Quellen, aus denen M. geschöpft hat. Sehr oft werden in diesem Werke M/s die halachischen Midraschim angeführt; die von M. genannten Stellen sind fast alle auch in unseren hal. Midraschim nachweisbar. [Zu den Zitaten aus der Mechilta d. R. S־ b. Jochaj (Peritz 471 Anm. 10, 472 Anm. 4) vergleiche Hoff man ns hebr. Einleitung zu seiner מכ״דרש״בי p. VL sub (,ד).] Bei Verbot 175 (zu Deut. 14, 19) nennt M. als Quelle den Sifre (ולשון ספרי כל שרץ העוף הוא מצות לא תעשד.), diese steile ist jedoch in unserem Sifre nicht zu finden (Peritz 471 Anm. 9). Peritz vermutet nun, daß diese Stelle einer Mechilta zum Deuteronomium entnommen sei. Maim. spricht nämlich in der Einleitung zur Mischna über eine Mechilta des R. Ismael, die sich über Exodus, Lev., Num. und Deut, erstreckte. Ein so gründlicher Kenner der halachischen Midraschim, wie Hoff mann sagt jedoch — nachdem er bereits einen großen Teil der Mech, zum Deut im Midrasch i1a״gadoI entdeckt und daraus veröffentlicht hat1) —, daß M. im ספד המי »keine Spur von einer Mechilta zu Lev. und Deut, erblicken läßt2;.« Nur an wenigen Stellen läßt sich vermuten, daß M. im Mischne Tora die Mechilta zum Deut benutzt hat3). Da M. an der angeführten Stelle ausdrücklich Sifre als seine Quelle nennt, so ist eher anzunehmen, daß ihm ein vollständigeres Sifreexemplar, als das unsrige ist, vorlag. Dies darf umsomehr angenommen werden, da auch im ספר פ׳ ראה) החינוך, Warschau 1879, S. 191) die von M. zitierte Stelle als im Sifre vorhandene angeführt wird (ולשון ספדי . . 4 מצות לא תעשה). In der Tat hat Hoff man 11 nachgewiesen, daß viele Stellen, die in dem uns zu Gebote stehenden Sifre fehlen, und in anderen Weiken, besonders aber im Midr. ha-gadol zu Deut vorhanden sind, 1) Midrasch Tannaim zum Deut. Berlin 1908/9 I. u.!1. 2) Zur Einleitung in den Midr. Tann. Sonderabdr. aus dem Jahrb. der jüd.-lit Gesellschaft Frankf. a. M. 1908. S. 20, ף Vgl. 1bid.