Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 55 (1911)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Die Wortvertauschungen im Kitab al-Luma des Abulwalid
- Date
- 1911-01-01
- Page
- Seite 240 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2829132-2829835-2829838-2890518--38664-2890651- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
240 pie *Wortvertauschungen« im Kitäb al-Luma‘ 4®s Abulwaüd. mismus für לדוד (vgl. in der Traditionslitteratur שונאיהן של ישראל für ישראל), nicht für לאויבי, wie Herzog angibt. Das Richtige hat David Kimchi: כנוי הוא להד. — Za N. 53 (S. 96). Zu Jerem. 22, 3 erklärt Abulwaüd, P1B>J> nach 3ייל sei Aequivalent für נ1!ל. ebenso wie in Jerem. 33,8 חטאי nach עינם (und עונותיהם) Aequivalent für ניי?♦ Herzog faßt die ganze Stelle unrichtig auf, wenn er sagt, stehe nach Abulwaüd für ,עושר; denn nicht von dieser aktiven ßedeutung der Form מיל? ist hier die Rede (von dieser spricht Abulwaüd in der von Herzog zitierten Stelle des Wörterbuches), sondern von der Stellvertretung des einen synonymen Verbums durch das andere. — Zu N. 79: In der aus dem 0׳ השרשים, Art. אשם zitierten Stelle gehören die letzten Worte, mit denen das arabische Verbum תארנם erklärt wird (כאלו אטד בלשון העברי פלוני התאשם) nicht Abulwaüd an, sondern sind eine Glosse des Übersetzers Ibn Tibbon, weßhalbich sie auch in runde Klammera gesetzt habe, die aber von Herzog weggelassen wurden. Herzog spricht auch von einer Benützung der Septuaginta durch den Urheber der Worttauschungen und schöpft daraus sogar ein Argument für Identifizierung desselben mit Isaak Ibn Jaschusch (Jhg. 1909. S. 710, 715). Aber an den betreffenden Stellen kann lediglich von einer exegetischen Übereinstimmung zwischen der alten griechischen Übersetzung und dem jüdischen Bibelerklärer die Rede sein. Übrigens sind von den durch Herzog erwähnten 11 Beispielen dieser Übereinstimmung auszunehmen: N. 27, I. Sam. 17,32 (hier gibt LXX אדני wieder, statt 30;(אדם, N. 26,32 (wo LXX das Textwort לאיש übersetzt, eine Überein- Stimmung mit Luma gar nicht stattfindet); 40, II. Sam. 21, 8 (die Lesung מירב für מיכל ist auch außerhalb der LXX bezeugt). Aber auch die Nummern 38 und 62 sind auszuschalten, weil in dieser die LXX den betreffenden Passus überhaupt nicht enthält, von einer Übereinstimmung mit dem Urheber der Wortvertauschung hinsichtlich des fehlenden Passus aiso keine Rede sein kann.