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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1911-01-01 · Heft 2 · p. Seite 194

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
55 (1911)
Issue
Heft 2
Article
Die talmudische Literatur der letzten Jahre
Date
1911-01-01
Page
Seite 194 (sequence 18)
Language
German
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194 Die talmudische Literatur der letzten Jahre. längst feststeht, er macht aber jedesmal auf diese Tatsache aufmerksam, so daß »das schon früher unbefangenen Porschern sehr dürftig erschienene Material an Nachrichten noch mehr zusammenschrumpft«. Auch die Mischna Synh. X, 2 gehört sicherlich nicht hieher. Bileam ist der heidnische Prophet dieses Namens1). Auch bei der Behandlung dieses Themas hat St. den Theologen und Apologeten ausgezogen und läßt nur den streng objektiven ruhig-kalten Wissenschaftler das Wart führen. Strack hat in den Anmerkungen zu seiner Übersetzung des Mischnahtraktates Abodah sarah die römischen und griechischen Kultaltertümer zur Erklärung der Mischnah herangezogen. Die entgegengesetzte Richtung schlägt ein kleines Schriftchen von Gymnasialprofessor Dr. Han s Blaufuß ein1), B. sucht in dem Traktat Abodah sarah Materialien zur römischen Kultusarchäologie. Er beschränkt sich nicht auf die Mischnah, sondern entnimmt seinen Stoff auch der Toseftha und den beiden Talmüden. Die Zitate — berichtet der Verfasser — »entstammen, was Mischnah, Tosefta und Jerusalemer Talmud anlangt, aus eigenen, derzeit noch ungedruckten Übersetzungen des'Verfassers. Stellen aus dem babylonischen Talmud sind nach der Übersetzung Ewalds gegeben«. Dies war keine glückliche Wahl. Auch des Verfassers eigene Übersetzungen und Erklärungen sind zuweilen ganz verfehlt8). Da aber die Vergleichungsresultate selbst unter ») Vgl. Herford, S. 69 und Bacher JQR. XVII, S. 177. a) Römische Feste und Feiertage nach den Traktaten über fremden Dienst (Aboda sara) in Mischna, Tosefta, Jerusalemer und babylonischem Talmud. Beilage zum Jahresberichte des königl. neuen Gymnasiums in Nürnberg für das Schuljahr 1908/1909. Nürnberg 1909. s) S. 11, Anm. 6. Ab. Sara 8b berichtet R. Josef, der babylonische Amora des 3./4. Jahrhunderts, und nicht R. Jose b. Ch&laftha. Aus den Anmerkungen S. 5, 5 und 11, 5 ergibt sich, daß B. Mar

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