Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 54 (1910)
- Issue
- Heft 6
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1910-01-01
- Page
- Seite 755 (sequence 7)
- Language
- German
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Besprechungen, 7S5 »er diese Lehre der Wahrheit enthüllt hat, die fnhiitten der bekannten »Finsternisse (der fremden Religionen) riiit uns ist und die währ- »häftige Wahrheit enthält, das Volk Gottes den Weg zu lehren, *den es zu gehen hat, wenn es dieses große, dunkle Feuer sich äh- »schauen will, damit es, Gott behüte, nicht verletze die 13 Glaubefts* »artikel, welche die währen Schlachtreihen Israels bilden, die Er »(Maimohides) uns vererbt hat von unseren Ureifern, den Tatftiäim »und Propheten* Jungen und Alten, wie bereits Nachm anides eine *ähnliche Warnung vor ausgeschickt hat, auch das Tikkünim selbst im »Anfänge seines Werkes.« Ich kann hier nicht auf die a־aßefördentliche Tragweite dieser Worte und der folgenden ganz neuen Systematisierung eingehen. Jedenfalls hat ihn H. entweder gar flicht oder hiIÖverständen. Was H. sonst noch von Schleiermächer und Henriette Herz, von Spfc noza und allen anderen Renegaten und Feinden der jüdischen Religion zusammen bringt, bis er den lil. Augustin mit seinem »cfedö qüia absurdum« an den Karren spannt, 'kann hier nicht weiter besprachen werden. Ja wohl, du lieber Augustin, Alles ist weg und bei den Neuiiebräern steckt der Karren — im Dreck. Man hält den Chassidismus für bereits tot. Darum: de mbrtüls nil nisi bene. Äpfel die vom Baunie fällen, glauben, hach einer mystischen Vorstellung, daß sie den Bäum mit sich reißen. A. Marcus. Wetes&erg, Professor Dr. Mei'r, Wölwel Zbärazer* der fahrende Sänger des galizisch-jüdischen Humänismus (Separatabdruck aus den »Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde«, Heft 31 bis 32). Leipzig 1909. Verlag von M. W. Kaufmann, 43 S., 8. Eine lesenswerte und interessante Schrift liegt uns hier Vor. Interessant ist sie schon deshalb, weil Wölwel Zbarazär — sö wurde er vom Volke genannt — oder Wölf Ehrenkränz eine interessante und originelle Persönlichkeit war. Die Schrift umfasst 4 Kapitel, ein Schlußwort und Nachträge. Auf der ersten Seite befindet sich das Porträt des Dichtdrs. Das erste Kapitel (S. 3—8) enthält allgemein Einlei• teiides tkriö einige Daten aus dem äußeren Leben des Dichters* die» meines Erachtens, ziemlich dürftig ausgefallen sind. Ith Jahre 1819 zti Zbäraz, in Galizien, geboren, zeigte »Wölwel« — so nennt ihn äfcr Verfasser durchgehends — schön als Jüngling eine seltene Begäbühg. Obgleich er »die damals im Ghetto übliche Erziehung« genoß, Süchte fer sich im Geheimen auch »Brocken europäischer Bildung« ähzüdgnen. 48*