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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1910-01-01 · Heft 6 · p. Seite 727

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
54 (1910)
Issue
Heft 6
Article
Das Wasseropfer und die damit verbundenen Zeremonien
Date
1910-01-01
Page
Seite 727 (sequence 15)
Language
German
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IRI
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Das Wasseropfer und die damit verbundenen Zeremonien. 727, wurde es (Zijon) der Stein שתי ה genannt, weil von ihm aus die Welt gegründet wurde. Salomo wußte, welche Ader nach Anthiopien geht [in Zijon laufen nämlich alle Adern derWelt zusamm en, wie Raschi zu Kohel. 2, 5 bemerkt] und darauf pflanzte er Pfeffer. Wie der Nabel in der Mitte des Menschen ist, so ist das Land Israel der Nabel der Welt, denn es heißt (Ezech. 38, 12): »Die wohnen auf dem Nabel der Erde«, Das Land Israel ist die Mitte der Welt, Jerusalem in der Mitte des Landes Israel, das Heiligtum in der Mitte von Jerusalem, das Hekal in der Mitte des Heiligtums, die Lade in der Mitte des Hekal und der Stein שתיה vor dem Hekal, denn von ihm aus ist die Welt gegründet«. Ähnlich überliefern Pirke d. R. Elieser (X) »Und er zeigte dem Jona den Tempel (Hekhal) des Ewigen, wie es heißt (Jona 2, 7): »Zu d’en Gründen der Berge sank ich hinab«. Daraus lernen wir, daß Jerusalem auf sieben Bergen steht. Er zeigte ihm den Grundstein (!אבן שתיו) in den U rti ef en befe s tig t und die Söhne Korachs stehen und beten darauf. Das wird ergänzt durch Sanhedr. 37 a, woselbst es heißt: »Woher weiß man dies (daß die Synhedrialmitglieder im Halbkreise saßen)? R. Acha, Sohn Chaninas, sagte: Weil die Schrift sagt (Hohl. 7,3): »Dein Nabel ist ein rundes Becken, dem der Mischwein nicht mangelt«. »Dein Nabel« das ist das Synhedrion. Warum wird es Nabel genannt? Weil es im Nabelpunkte der Welt (in der Quaderhalle) sitzt«. Es ist nur eine konsequente Fortsetzüng der vorher angeführten Gedanken, daß hier das Synhedrion in den Nabelpunkt der Weltversetzt wird. Ursprünglich gehört dorthin die auf dem אבן שתית ruhende Lade, dann, der Zeit entsprechend, die Quaderhalle mit dem Synhedrion. Im Midrasch der Göttlichen Weisheit (Jellinek, Beth ha-Midr. V, 65) wird ferner gesagt: »Gott gründete mit Weisheit die Erde«, Gott erschuf die Welt wie das vom

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