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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1910-01-01 · Heft 5 · p. Seite 623

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
54 (1910)
Issue
Heft 5
Article
[Rezension]
Date
1910-01-01
Page
Seite 623 (sequence 2)
Language
German
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Besprechungen. 623 della Torre in den kleinen Verhältnissen der italienischen Judenheit nicht annähernd Gleiches erreichen, Della Torres stärkste Seite war die Predigt, ihr sind auch die meisten seiner gedruckten Schriften gewidmet. Man wird seine kraftvollen Reden auch heute noch mit Interesse lesen. Er hat für die jüdische Predigt in Italien einen neuen, der Zeitrichtung angemessenen Stil geschaffen und eine ganze Gene** raiion gebildeter und gediegener Prediger herangebildet. Wenn die jüdische Theologie in Italien spätes hin einen bedauerlichen Tiefstand eingenommen hat, so liegt es daran, daß nach della Torres Tode wissenschaftlich gebildete Rabbiner erst wieder kerangebiidet wurden, als um die Wende des Jahrhunderts S; H. M arg all es die ruhmreichen Traditionen des Isfituto rabbinico wieder aufnahm und in dem nach Florenz verlegten Collegio rabbinico itaüauo erneuerte. Die Werke della Torres sind in Bd. II S. XVI-■XVIII vorzeichnet. Die vorliegende Publikation umfaßt den größten Teil der von ihm in italienischen, französischen, deutschen und hebräischen Zeitschriften veröffentlichten Aufsätze und Reden, auch einige bisher nicht gedruckte Arbeiten, zumeist Übersetzungen aus der Bibel und eine umgearbeitete Übertragung der Sprüche der Väter. Die Schriften sind in folgende Rubriken geteilt: I. Kritische Betrachtungen über religiöse Zeitfragen (Bd. I S212—93 ״). II. Polemische Aufsätze, hauptsächlich gegen Verunglimpfungen des Judentums, aber auch Stellungnähme zu Zeitfragen, wie die Ehrung Ludw. Phiiippsons durch die Juden Italiens 1856, den Streit Hirsch-Frankel (S. 217—268). III. Polemik gegen die hebräische Übersetzung von Dantes Inferno durch Formiggini in Triest. Nachweis der Unmöglichkeit einer solchen Übertragung (S. 271—236). IV. Philologisches, meist Bemerkungen zur Bibel, darunter eine treffliche Abhandlung über die Kunst des Übersetzeus (S. 289—331). V. Übersetzungen aus dem Hebräischen (Sa 335—418 s. oben). VL Die Frau im Judentum (S. 421-494). VII. Ansprachen, zumeist beim Anfang und Schluß des Studienjahres gehalten (S. 497—536). VIII. Inschriften, darunter seine eigene Grab■־־ schrift (S. 539—556). IX. Bücherbesprechungen und Bibliographisches (II S. 5—185). X. Zur Literatur- und Kulturgeschichte (S. 189—350). XI. Nachrufe (S. 353—420). XII. Leichenreden, darunter die Ansprache am Grabe S. D. Luzzatto’s (S. 423—494). Die zweite Abteilung des zweiten Bandes umfaßt die hebräischen Aufsätze, deren Herausgabe won Umberto Cassuto besorgt wurde (3. I—XCVII) Den Schriften geht eine Biographie voraus, die den Sohn Av. Michele della Torre zum Verfasser hat (IS. 3—78) und eine feine Zu- :sammenstellung der theologischen Anschauungen des Vaters bietet; in unseren Tagen, wo die religiösen Kämpfe wieder mit neuer Heftig-

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