Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 54 (1910)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Die Ketubbah bei den Samaritanern
- Date
- 1910-01-01
- Page
- 571 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- article
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Die Ketubbah bei den Samaritanern. Von M. Gasten, (Schluß.) Auf die einzelnen weiteren Fragen, die aus diesen Dokumenten sich ergeben, kann ich mich momentan nicht einlassen, wie z. B. darauf, daß die Genealogien bis auf 3 Geschlechter hinaufgeführt werden, oder auf das vermutliehe Alter des Mädchens, von welchem Jahre ab sie als עדזח, also mannbar bezeichnet wird, oder auf den Hinweis auf Chawwa, die mannbar geschaffen wurde, und der damit verbundenen Legende, oder auf die Zahl und das Verwandtschaftsverhältnis der Zeugen zu Braut und Bräutigam oder inbezug auf die ausführlichen Titulaturen der Priester und Hohepriester, oder auf die Wahl der bestimmten Münzen für den Mäher, von welchem der Priester Jizhak sagte: Ze jaschan: Lo josefu ulo jigra baze, d. h.: »das ist alt; dies wird weder vergrößert noch verkleinert«. Über manches von diesem fehlt mir selbst noch genaue Nachrieht, und manches würde hier zu weit führen. Merkwürdig ist jedenfalls, daß in der ältesten Ketubbah für den Mäher eine noch viel kleinere Münze ausgerechnet ist: Adumi. Das Wort אדומי, das im status absolutus אדומים lauten mußy und eine kleine Geldmünze bedeutet, scheint die ursprüngliehe Form behalten zu haben für das sonst rätselhafte,, talmudische דמים, ebenfalls im Pluraüs, welches »Geld« bedeutet und wofür bisher keine befriedigende Erklärung gegeben worden ist. Die kleinste Geldmünze wird in vielen Sprachen im Plural als gleichbedeutend mit Geld gebraucht. Ebenso von Interesse wäre es, darauf hinzuweisen, daß die Ketubbah mit den Worten p נעמד beginnt, fast genau ent״־