Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 54 (1910)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Landrabbiner und Landschreiber in Kurhessen
- Date
- 1910-01-01
- Page
- Seite 533 (sequence 21)
- Language
- German
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Landrabbißer und Landschreiber in Kurhessen. 533 Am 24. März 1852 teilt das Vorsteheramt der Regie-׳ rung mit, daß die förmliche Zusage Dr. Adlers eingegangen; sei, ferner das Doktordiplom des Berufenen und die Ver- Sicherung der Entlassung desselben von seiner bisherigen Stelle und aus dem jenseitigen Untertanenverbande. Durch Allerhöchste Entschließung vom 15. April 1852 wurde darauf Dr. L. Adler zum Landrabbiner für Kurhessen bestellt. Das Ministerium des Innern forderte die Regierung nun auf, Adler die Anstellungsreskripte als Provinzialrabbiner von Niederhessen und Rabbiner der Synagogengemeinde zu Cassel zugehen zu lassen und wegen seiner Verpflichtung sowie wegen des Gehaltes das Nötige zu besorgen. Am 17. Mai 1852 trat Adler sein Amt an und wurde am 21. desselben Monats vereidigt. — Dieses ist der unumstößliche Tatbestand der Wahl Dr. Adlers. Nachbemerkung des Herausgebers. Zur Ergänzung der hier gegebenen, sehr verdienstlichen aktenmäßigen Darstellung über die Entstehung und Entwickelung des hessischen Landrabbinats wäre eine literaturgeschichtliche Würdigung der Träger des Amtes notwendig. Sie bedürfte einer besonderen sorgfaltigen Bearbeitung, die einer anderen Gelegenheit Vorbehalten bleibe. Statt ihrer im Augenblicke nur einige kurze Notizen über etliche der genannten Gelehrten. — Zu S. 515. Ein Rabbiner, der um jene Zeit auch in der Wallachei, nämlich in Jassy und Fokschani, fungiert hat, war bekanntlich Nathan Nata Hann over. Ob er aber während einer Wanderjahre sich in Hamburg aufgehalten und zeitweise das Landrabbinat in Witzenhausen bekleidet hat, ist mir unbekannt. Er wurde am 14. Juli 1683 bei der Verheerung von Ung. Brod durch die Kuruzzen erschlagen (Kaufmann in der MS., Jahrg. 37, S: 272 ff.). — Zu S. 5iß. Zwischen 1665 und 1686 fungierte Mordechai Süßkind Rothenburg, vgl. Landshut סדי בקוד חולים. Anh. S. 7. Friedenstein, עירנבורים, S. 105. עיר תהלה. S. 27. 150. 174. 195. Hurwitz, רחובות עיר, S. 22. Kaufmann, Jair-Chajjim Bacbarach, S. 66. Nissenbaum, לקורות היהודים בלובלין, S. 66. 157. 169. — Über Wolf Traub, vgl. Löwenstein, z, Gesch. des Rabbinats in Mainz, SA. S. 6 f. Seinen Brief in den RGA. אבן השהם Nr. 53 unterzeichnet er übrigens Benj. Sseb Weil* Warum, weiß ich nicht. — Über Judas Mahler — also doch nicht t Meiler« — vgl. Kaufmann-Freudenihal, die Familie Gomperz, S. 28