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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1910-01-01 · Heft 4 · p. Seite 444

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
54 (1910)
Issue
Heft 4
Article
Die Ketubbah bei den Samaritanern
Date
1910-01-01
Page
Seite 444 (sequence 12)
Language
German
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444 Die Ketubbah bei den Samaritanern. da sie um jene Zeit eine tugendhafte Frau war, die das reife Alter der Frau erlangt hatte, um die Morgengabe von 2450 ägyptische Kerita, gab er ihr, bevor er sie nahm, 1200 Kerita und er verlobte (vermählte) sich mit ihr usw. usw.; und es blieben für sie bei ihm infolge der Vermählung noch 1250 ägyptische Kerita, die sie nehmen kann, wenn sie sich von ihm entfernt etc. Diese Ketubbah ist von nicht weniger als acht Zeugen unterschrieben, darunter von einem in gereimter Form. Soweit die von mir aufgefundenen und, mit Ausnahme der letzten, zum ersten Male veröffentlichten samaritanischen Ketubboth. Schon der erste Eindruck, den diese Ketubboth hervorrufen, ist der, daß sie eine frappante Ähnlichkeit zeigen in Anordnung und Inhalt mit den Ketubboth bei Juden und Karäern. Aber auch wesentliche Unterschiede kennzeichnen die samaritan. Ketubboth. Ich will nun sowohl Ähnlichkeit als auch Verschiedenheit hier kurz besprechen, ohne auf die halachischen Punkte einzugehen־ Die jüdischen sind gründlich behandelt worden von dem Verfasser des נחלת שבעה, Samuel Kaydenower in den verschiedenen Ausgaben und in der sich daran knüpfenden Literatur, auf die Halberstam kurz hingewiesen hat, in seiner Ausgabe des Sepher ha- Schetaroth des Jehudah ben Barsillai, (Berlin 1898), S. 10 bei Gelegenheit des שטר אירוסין, welcher, wie nebenbei bemerkt werden soll, durch den שמר קידושין, d. h.: unsere moderne כתובה, vollständig beseitigt worden ist. Für uns ist es zunächst eine archäologische Frage, die zwar auch eine Bedeutung für die halachische Entwickelung jüdischer Traditionen hat, aber nur insoweit als sie eine historische Grundlage schafft für die durch die Halacha fixierte Norm, Was besonders hervorsticht, ist die Tatsache> daß der Hatan hier eine andere Rolle spielt als in den jüdischen Ketubboth. In der Anlage haben wir es hier tatsächlich mit einem Dokumente zu tun, welches dem Schetar

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