Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 54 (1910)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Neueste exegetische Methoden
- Date
- 1910-01-01
- Page
- Seite 398 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2829132-2829827-2829832-2890069--38014-2890106- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
398 Neueste exegetische Methode». Goldbergs kann unsere Vermutung zur Gewißheit machen. Die Zähl der Nachkommen Sems (Gen. 10, 21—32) ist 26 dem Zahlenwerte des Gottenamens. Sem, Aram, Arpächschad, Schelach und Eber haben zusammen 13 Söhne. Joktan allein auch soviel, also ist in jeder Gruppe die heilige Zahl 26: 2 enthalten. Die Zahl der Worte dieses Absatzes ist 104 — 4X26. Die Zahl der Buchstaben ist 390= 15X26. Der Zählenwert der ersten 13 Namen der Nachkommen Sems ist 3588 138X26. Der Zahlenwert der zweiten 13 Namen ist 2760 106X26. Goldberg selbst folgert daraus wörtlich: Die Zahl 26 ist hier als Einheitszahl gewählt, um die einzelnen Bestandteile dieses Schrift- Stückes zu ihr in Relation treten zu lassen. Wir fragen nun: wie wird sich Goldberg diese Erscheinuhg im Sinne der Inspiration erklären? Haben diese Patriarchen, zwischen denen Jahrhunderte liegen, absichtlich soviele Kinder gezeugt, damit die Zahl ihrer Nachkommen nach 1000 Jahren dem Zahlenwerte deS Göttesnamens entsprechen? Oder waren sie bei der Namengebung ihrer Kinder darauf bedacht, gerade solche Namen zu wählen, deren Buchstabenzahl addiert mit den Buchstabenzahlen der Namen von Kindern, welche 1000 Jahre später geboren werden, durch die Zahl 26 soll dividiert werden können? Es ist außer jedem Zweifel, daß, wer sich zu Goldbergs Combinationen hefgiebt, den Spieß umdreheh, und im Sinne Jacobs behaupten muß, daß vielmehr der Verfasser dieser pentateuchisehen Partien; die Zähl 26 zum Modell hatte und jene Personen wie Namen lediglich zur Ausfüllung dieser ZählenurhriSse fingiert hat. Unserer Überzeugung nach handelt es sich auch hier lediglich um Zufälligkeiten. Läge hier eine Absicht vor, dann müßten auch die Multiplikatoren irgend welche Bedeutühg haben. Warum ist die Zahl 26 in den Worten 4mal; in den Buchstaben 15-mal, ib den Zählenwerten 106 und 138-mal Aviederholt?