Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1910-01-01 · Heft 3 · p. 357

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
54 (1910)
Issue
Heft 3
Article
[Rezension]
Date
1910-01-01
Page
357 (sequence 1)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2829132-2829827-2829831-2889917--37967-2890040
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Besprechungen, Bach Dr. Joseph. Die Zeit und Festrechnung der Juden unter besonderer Berücksichtigung der Gaußschen Osterformel nebst einem immerwährenden Kalender. Freiburg in Breisgau. Herdersche Verlagshandlung 1908. ßlauher Arthur. Tafeln zur Umrechnung jüdischer Daten in gregorianische und umgekehrt und zur Bestimmung ihrer Wochentage für die Zeit vom 1. Nissan 5400 bis 24. Adar 6000 d. i. 24♦ Maerz 1640 bis 23. Maerz 2240 (ohne Angabe von Ort und Verlag). Kistner A. Der Kalender der Juden. Vollständige Anleitung zu seiner Berechnung für alle Zeiten. Karlsruhe. Friedrich Gutsch. Diese drei Schriften befassen sich in verschiedener Weise mit dem jüdischen Kalender. Die Kalendertafeln von Glaub er gehen nach einer ganz kurzen Einleitung, die dem Uneingeweihten nichts sagt und für den Fachmann unnötig ist, sogleich in medias res. Statt aller Theorie wird die Handhabung der Tafeln an 16 Beispielen gelehrt und gezeigt, wie sie für den freilich nur kurzen Zeitraum von 600 Jahren ein leicht zu gebrauchendes Hilfsmittel bei allerlei chronologischen Feststellungen bieten. Sie ermöglichen z. B. die Auffindung der Jahrzeitstage eines jüdischen Datums, von dem man nur das zugehörige gregorianische kennt. Gestört hat mich bei dieser Tafel nur die Wiedergabe des Zeichens »Sa« mit Sonnabend statt mit Samstag, dessen Abkürzung es doch tatsächlich ist., Die Schrift von Bach stellt sich als Hauptaufgabe eine neue, auch dem Nichtfachmanne leicht verständliche Herleitung der Gaußsehen Osterformel zur Bestimmung des jüdischen Pessachfestes aus der bloßen Jahreszahl. Ich glaube aber nicht, daß der Verf. hierbei auch für Laien verständlich geblieben ist, denn er muß sich immerhin auf gewisse zahlentheoretische Kenntnisse stützen, die nicht allgemein bekannt sind. Jedenfalls bildet die Erörterung der Gaußschen Formel viel Interessantes, denn sie macht die etwas umständliche Moladbe« rechnung ganz überflüssig und braucht von den vier Dechioth eine, nämlich Jach-Adu, gar nicht zu berücksichtigen, weil in ihr der Tag wie in der Astronomie allgemein erst von 12 Uhr Mittag ab gezählt wird. Der immerwährende Kalender, den Bach gibt, dehnt sich übe

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.