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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1910-01-01 · Heft 3 · p. 348

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
54 (1910)
Issue
Heft 3
Article
Die "Einheit des Herzens" und die "Einheit der Handlung"
Date
1910-01-01
Page
348 (sequence 1)
Language
German
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Ms ״Einheit des Herzens“ Md die ״Einheit der Handlang“. Von Prof. W. Bäcker. In der außerordentlich wertvollen Beigabe zum jüngsten Berichte der Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums (Berlin 1910) erörtert Professor Hermann Cohen die »inneren Beziehungen der Kantischen Philosophie zum Judentum«. Er kommt dabei auf die Ethik der jüdischen Religionsphilosophen des Mittelalters zu sprechen und formuliert einen der Grundgedanken derselben, mit Hinweis auf Bachja Kap.V (d. i. die 5. Pforte der Herzenspflichten) in folgendem Satze (S. 47): »Die Einheit Gottes« hat zur Folge die »Einheit des Herzens« (יחוד הלב) und die »Einheit der Handlung« (רחוד המעשה* Daran knüpfen sich einige erläuternde Sätze, in denen auch auf Ps. 8611 ״ hingewiesen wird und von denen ich nur zwei wörtlich anführen will: »Es dürfte in keiner Sprache ein tieferes Wort für Gesinnung vorhanden sein als »Einheit des Herzens«. Wenn Bachja’s »Herzenspflichten« keinen anderen Begriff entdeckt hätten, als den sie in der Einheit des Herzens, in der Einheit der Handlung und in der Einheit der Gott es ve re h rung (יחוד העבודה) zum Ausdrucke gebracht haben, so wäre ihr Wert dadurch schon sehr beträchtlich«. So sehr auch die Aufstellung des hochverdienten Forschers dem Gedankeninhalte der Bachja’schen Ethik entspricht, so bedarf sie dennoch von philologischer Seite her der Berichtigung. Von den drei hebräischen Ausdrücken, die Cohen anführt, findet sich in terminologischer Bestimmtheit bei Bachja nur der zweite; er bildet die Überschrift der fünften Pforte (.שער יחוד המעשר). Die beiden anderen lassen sich nur aus dem Zusammenhänge von ganzen Sätzen er-

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