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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1910-01-01 · Heft 3 · p. Seite 261

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
54 (1910)
Issue
Heft 3
Article
Die Emanzipationsbewegung in Bamberg
Date
1910-01-01
Page
Seite 261 (sequence 5)
Language
German
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Die Emanzipationsbestrebungen in Bamberg. 261 Allerhöchst Er, der, im Gefühle der erhabensten Tugend, die Fesseln des unglücklichen Volkes der Griechen brach und ihm einen Herrscher aus Seinem höchst erhabenen Königshause zu seiner Beglückung sandte, wird nicht minder die Fülle Seiner Gnade und Erbarmung einer tiefgebeugten Volksklasse in Mitte Seines Reiches empfinden lassen, die auf Seine Vaterhuld ihre Hoffnung und ihr Vertrauen setzt.« Am 1. März 1833 richteten die konzessionierten isr• Kaufleute und Handwerker von Bamberg eine erfolglos gebliebene Petition an den König betr. die zivilrechtliche An- Wendung der altbambergischen Verordnung vom 23. Sept. 1761, welche damals noch für richterliche Entscheidungen von Rechtshändeln der Israeliten mit Andersgläubigen maßgebend war1). Im Juli desselben Jahres hatte das Staatsministerium die Absicht, eine Versammlung von Delegierten aus sämtlichen Kreisen zur Beratung der Revisionsfrage einzuberufen. Als aber die Einberufung dieser Versammlung längere Zeit sich verzögerte, fragte der Gemeindevorstand von Bamberg bei Dr. Löwi in Fürth an, was denn eigentlich zur Beförderung der Angelegenheit beigetragen werden könnte, worauf folgendes Antwortschreiben eintraf: Fürth, d. 30. Januar 1834. Wohllöbliche Administration! »Vor allem entäußere ich mich des aufrichtigsten Dankes für das mir und meiner Synagogemeinde geschenkte Vertrauen, und verehre die Äußerungen des Gexneinsinnes und des religiösen Interesses,׳ welche Sie, verehrteste Herren, in Ihrer verehriichen Zuschrift an den Tag legten. O daß überall ein gleich warmer Eifer für die Ehre unserer heiligen Religion, gleiches Mitgefühl für die Leiden unserer Glaubensbrüder, gleiche Bereitwilligkeit zu deren Abhülfe sich zeigen und jene ertötende Gedankenlosigkeit und Gleichgültigkeit zum Heile Israels verdrängen möchte! In Beziehung auf den vorwürfigen Gegenstand selbst aber finden wir es weit zweckförderlicher, daß der Obermain־ kreis sich zu gleichen Schritten vereinige, zu welchen sich auch die Einwohner der übrigen Kreise diesseits des Rheins bereits vereiniget: 1J VgL Geschichte der Juden im ehemaligen Fürstbistum Bam׳* hsrg von A. Eckstein S. 250 ft

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